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		<title>Schweizer Bauwirtschaft</title>
		<link>http://www.schweizerbauwirtschaft.ch/</link>
		<description>Die Schweizer Bauwirtschaft (SBW) setzt Akzente!</description>
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			<title>Schweizer Bauwirtschaft</title>
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			<description>Die Schweizer Bauwirtschaft (SBW) setzt Akzente!</description>
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		<lastBuildDate>Wed, 08 May 2013 11:26:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Ein Brückenschlag zur Umfahrung der Freiburger Altstadt</title>
			<link>http://www.schweizerbauwirtschaft.ch/Artikel-Einzelansicht.20+M5623ef075e1.0.html</link>
			<description>Die Stadt Freiburg hat eine mehr als 350-jährige Brückenbaukultur über die Saane. Nachdem die erste...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> Die Poyabrücke verbindet als Teil der Hauptstrasse H182 die Murtenstrasse im Quartier Palatinat im Norden mit der Bernstrasse im Stadteil Schönberg im Süden. Die Brücke wurde projektiert, um den Durchgangsverkehr im historischen Zentrum Freiburgs mit dem Burgquartier sowie den angrenzenden Wohngebieten von bis zu 25 000 Fahrzeugen pro Tag zu reduzieren. Die Arbeiten laufen gegenwärtig auf Hochtouren und umfassen ein Volumen von wöchentlich einer Million Franken. Die mutmasslichen Baukosten sind infolge geologischer Unwägbarkeiten auf den Stand von 211 Millionen Franken angestiegen. Ausgangspunkt der Umfahrungsstrasse ist die Kreuzung Bellevue auf der Schönbergseite, von dort führt die Brücke auf 852 Metern Länge über die Saane und die Abwasserreinigungsanlage der Stadt, verlängert sich durch einen Tunnel unter dem Palatinat-Park und dem Bahngleis auf einer Länge von 272 Metern und findet nach den Bauwerken des unterirdischen Kreisels und den vierspurigen Rampen ihren Endpunkt.</p>
<h2> <strong>Die Schrägseilbrücke mit der grössten Spannweite in der Schweiz</strong></h2>
<p> Das aus einem Ingenieurwettbewerb hervorgegangene Projekt ist im mittleren Teil als Schrägseilbrücke konzipiert und wurde bewusst in einer zeitgenössischen Architektur entworfen, in Anlehnung an die lange Hängebrücken-Tradition der Stadt Freiburg. Das 852 Meter lange Bauwerk überspannt die Saane und die Kläranlage in einer grössten Höhe von rund 70 Metern über dem Talboden. Die zehn Pfeiler und zwei Pylone, die eine Höhe von 112 Metern erreichen, bilden 13 Brückenfelder. Konstruktiv handelt es sich um eine 3500 Tonnen schwere Brücke von 852 Metern Länge und 19,25 bis 22,15 Metern Breite. Sie setzt sich zusammen aus einer Mittelspannweite von 196 Metern und zwei Seitenfeldern von je 86 Metern sowie den 253 beziehungsweise 231 Meter langen Vorlandbrücken mit je fünf Feldern. Die Ausführung der Doppelträger aus Stahl erfolgt von der Palatinat- Seite her im Freivorbau und von der Schönberg-Seite her mittels Elementmontage unter Einsatz eines Schwerlastkrans. Die Brücke mit einer Spannweite von 196 Metern im Mittelabschnitt - was einen Schweizer Rekord bedeuten wird - weist drei Fahrspuren für den motorisierten Verkehr auf. Diese können je nach Verkehrsaufkommen durch eine Lichtsignalanlage wechselweise gesteuert werden. Morgens können beispielsweise zwei Spuren vom Schönberg in Richtung Freiburg offen sein und abends zwei in entgegengesetzter Fahrtrichtung. Auf der Stadtseite der Brücke ist eine 3,5 Meter breite Spur für Fussgänger und Radfahrer reserviert.</p>
<h2> Bauverfahren für die Brückenkonstruktion</h2>
<p> Der Brückenoberbau wird als Verbundkonstruktion aus einem Stahldoppelträger und einer Betonfahrbahnplatte ausgeführt. Vorgängig der Hauptarbeiten war eine Hangsicherung auf der Seite Palatinat mit Verankerungen auszuführen. Die Gründungen bestehen aus Flachfundationen, Fundationen in Schächten sowie Fundationen auf Bohrpfählen. Die Errichtung der Pfeiler erfolgte in Etappen von 4,2 Metern mit Grossflächenschalungen. An den beiden Hauptpylonen sind insgesamt 56 Schrägkabel bestehend aus Bündeln mit 31, 37 und 55 Litzendrähten einzubauen. Die Erstellung der Metallstruktur des Fahrbahnträgers aus Stahl der Qualitäten S355K2+N und S460 ML gliedert sich in die Abschnitte: Vorlandbrücke Palatinat von 253 Metern Länge im Einschiebeverfahren, den mittleren als Schrägseilkonstruktion konzipierten Brückenabschnitts im Freivorbau sowie die Vorlandbrücke Schönberg von 231 m, die aus Elementen mithilfe eines Schwerlastkrans errichtet worden ist. Zusätzlich waren im Brückenbaulos folgende Spezialarbeiten auszuführen: Hangsicherung mit permanenten Injektionsankern und vorfabrizierten Wandelementen, Erstellung von Bohrpfählen (Durchmesser 1,5 m, Tiefe 15 m) und Schächten (Durchmesser 2,5 bis 2,6 m, Tiefe 10 bis 13 m). &quot;Bau- und sicherheitstechnisch ist die Poyabrücke eine Herausforderung&quot;, stellt Thierry Progin, Leiter von Implenia Bau Infra Freiburg, fest. &quot;Die Materialvielfalt, die Höhe und die Einbautechnik sind ein wirkliches 'défi'. Das Betonieren sowie der Einbau und das Spannen der Kabel in bis zu 112 Metern über Grund stellt auch punkto Arbeitssicherheit grosse Anforderungen an die rund 40 von Implenia eingesetzten erfahrenen und schwindelfreien Brückenbauer. &quot; </p>
<h2>Baukosten und Finanzierung</h2>
<p> Gemäss der auf Ende Mai 2012 erfolgten Zwischenbilanz durch die Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion des Kantons Freiburg wurde das Total der Baukosten (inkl. Reserve und Schätzung der künftigen Teuerung) aktuell auf 211 Millionen Franken beziffert. Um die auf fast 32 Millionen Franken höher als budgetiert ausfallenden Mehrkosten analysieren zu können, hat der Freiburger Grosse Rat im Juni 2012 eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) eingesetzt. Die jüngsten Mehrkosten entstanden wegen den schwierigen geologischen Verhältnissen, erklärte dazu der Freiburger Baudirektor Maurice Ropraz: &quot;Der Boden ist sehr schlecht, sodass für die unterirdischen Arbeiten zusätzliche Stützen eingebaut werden mussten.&quot; Zusätzlich habe man noch ein paar Millionen Franken als Reserve eingeplant, sodass die 211 Millionen nun der definitive Endbetrag sein sollten. Nachdem 2011 festgestellt worden war, dass die Geologie an gewissen Stellen schlechter ist als erwartet, verlangte die Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion (RUBD) eine erneute Kostenanalyse für das gesamte Projekt. </p>]]></content:encoded>
			<category>Baupraxis</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			<author>redaktion@baumeister.ch</author>
			<pubDate>Wed, 08 May 2013 11:26:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ventilklausel verursacht ab 1. Juni mehr Arbeitsaufwand für Arbeitgeber</title>
			<link>http://www.schweizerbauwirtschaft.ch/Artikel-Einzelansicht.20+M59f19d97d07.0.html</link>
			<description>Der Bundesrat hat sich für die Ausweitung der Ventilklausel entschieden. Das läuft auf eine Art...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <b>Schweizer Bauwirtschaft: Welche Bewilligungen für Arbeiter aus welchen Ländern sind von der Ventilklausel betroffen?</b></p>
<p> Silvan Müggler: Kontingentiert werden nur Daueraufenthaltsbewilligungen (B). Bisher galt dies nur für die osteuropäischen Staaten (EU-8), die 2004 in die EU aufgenommen wurden. Neu gilt dies jetzt auch für die &quot;alten&quot; EU-17-Staaten. In Kraft tritt die Kontingentierung am 1. Juni, vorausgesetzt, die Einwanderung bis Ende Mai erreicht den nötigen Schwellenwert. Die Höhe der Kontingente beläuft sich auf den Durchschnitt der letzten drei Jahre plus fünf Prozent, was für die EU-17-Staaten etwa 53 700 Bewilligungen jährlich bedeutet. Bei einer normalen Entwicklung wird es damit wenige Tausend Betroffene geben. Die Beschränkung gilt nur bis 31. Mai 2014. Danach erlauben die bilateralen Verträge keine Kontingentierung mehr. Weiterhin nicht kontingentiert bleiben die Kurzaufenthaltsbewilligungen (L) bis zu einem Jahr. Somit ist es trotz der Ventilklausel weiterhin möglich, ausländische Mitarbeiter zu rekrutieren. Ärgerlich ist einfach der Mehraufwand, der durch den Zwang zu dieser Ausweichmöglichkeit für die Unternehmen entsteht. Für die betroffenen Mitarbeiter bedeutet es eine Wiedereinführung des Saisonnierstatutes. Zu beachten gilt es, dass die Kontingente im Quartalsrythmus anteilsmässig freigeschaltet werden. Kritisch könnte es daher erstmals im August werden, wenn das erste Kontingentsquartal endet.</p>
<p> <b>Wieso ist es für das Bauhauptgewerbe einschneidender, wenn die Ventilklausel für alle EU-Staaten gilt statt wie bisher nur für die EU-8?</b></p>
<p> Neu sind auch die traditionellen Rekrutierungsländer wie Portugal, Italien oder Spanien betroffen. Allein aus diesen drei Ländern stammen mehr als zwei Drittel aller Ausländer im Bauhauptgewerbe. Die Staaten der EU-8 sind als Rekrutierungsländer unbedeutend. Deren Bürger machen weniger als ein halbes Prozent des Baustellenpersonals aus.</p>
<p> <b>Kann man davon ausgehen, dass vor allem Grenzkantone betroffen sind?</b></p>
<p> Eher nicht. Im Tessin und in Genf beispielsweise wird der Bedarf eher mit Grenzgängern und Niedergelassenen gedeckt, also mit Daueraufenthaltern. In den Gebirgskantonen ist man aufgrund der kurzen Bausaison zudem mehr als anderswo gewohnt, Kurzaufenthalter zu beschäftigen. Allgemein müssen Unternehmen, die bis jetzt nur Daueraufenthalter rekrutiert haben, sich darauf vorbereiten, im Bedarfsfall kurzfristig auf die Kurzaufenthalterbewilligungen umzustellen.</p>
<p> <b>Wie stark hat eigentlich der Ausländeranteil im Bauhauptgewerbe seit Einführung der Personenfreizügigkeit zugenommen?</b></p>
<p> Gar nicht. Er ist zwar traditionell sehr hoch, schwankt aber seit Jahren um nicht ganz zwei Drittel des Baustellenpersonals. Im Vergleich zu 2006, dem letzten Jahr vor der vollen Personenfreizügigkeit mit den EU-17-Ländern, liegt der Anteil gar etwas tiefer. Verschiebungen gab es zwischen den einzelnen Ländern: Es gibt etwas mehr Deutsche und Portugiesen, dafür weniger Italiener und Spanier sowie weniger Bürger der Nachfolgestaaten Jugoslawiens, die mehrheitlich nicht der EU angehören. </p>]]></content:encoded>
			<category>Politik und Wirtschaft</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			<author>redaktion@baumeister.ch</author>
			<pubDate>Wed, 08 May 2013 11:25:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Generalversammlungen in der Region Zürich/Schaffhausen</title>
			<link>http://www.schweizerbauwirtschaft.ch/Artikel-Einzelansicht.20+M505874d16b0.0.html</link>
			<description>Mit zwei Delegierten- und sechs Generalversammlungen ist die Versammlungsdichte in der Region...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> Am 21. März begrüsste Präsident Roger Fahrer, die Delegierten aus Zürich/Schaffhausen zur DV 2013. In seinen Ergänzungen zum Jahresbericht wies er darauf hin, dass insbesondere im Tief- und Strassenbau die Auftragslage in der Region Zürich/Schaffhausen für die nächsten zwei bis drei Jahre angespannt sein wird. Die Verschiebungen des Baubeginns von diversen Grossprojekten wie unter anderem die Nordumfahrung von Zürich und der Gubristtunnel hätten zu dieser Situation geführt. Demgegenüber ist die Bautätigkeit in der Region Zürich im Hochbau nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau.</p>
<p> Neu sind die Verkehrswegebauer Zürich/Schaffhausen im Regionalverband als Fachgruppe integriert und mit einer Stimme im Vorstand vertreten. Die Einflussnahme durch den Verband in Politik und Wirtschaft soll verstärkt stattfinden. Die Bautätigkeiten zur Sanierung des Baumeister Kurszentrums in Effretikon ZH sind weit fortgeschritten. Nach den Sommerferien sollte der Betrieb wieder ohne Einschränkungen durch die Sanierungsarbeiten erfolgen können.</p>
<p> Roger Fahrer wies auf die unbefriedigende Situation im Bereich der Lehrabschlüsse und -abbrüche bei den Maurerlehren hin. Wenn von Lehrbeginn bis zum Abschluss zwischen 30 und 40 Prozent der Lernenden, die drei Jahre zuvor mit der Lehre gestartet sind auf der Strecke bleiben, ist dringender Handlungsbedarf angezeigt.</p>
<p> Handlungsbedarf ist allerdings nicht nur in der Grundbildung, sondern auch in der Aus- und Weiterbildung für unsere zukünftigen Kaderleute angesagt. Präsident Roger Fahrer hält fest, dass nebst der bekannten Weiterbildung über Vorarbeiter, Polier, Bauführer und Baumeister weitere Möglichkeiten geschaffen werden müssen. Dabei sei es unabdingbar, dass der SBV in Zukunft auch auf eine Säule mit einem Fachhochschulabschluss setze. Die Aus- und Weiterbildung im Bauhauptgewerbe ist den sich laufend ändernden Bedingungen in der Bildungslandschaft anzupassen. Dazu gehört eine ganzheitliche Betrachtungsweise die unser Bildungssystem von der Grund- bis zur Kaderbildung erfasst und entsprechende Angebote auch zusammen mit anderen Bildungsinstituten schafft. Allfällige Anpassungen von Strukturen dürfen dabei kein Hindernis bilden.</p>
<h2> Baumeisterverband Schaffhausen-Weinland</h2>
<p> Präsident Walter Schnelli begrüsst rund 80 Baumeister am 8. März 2013 zur Generalversammlung im Casino Schaffhausen. Er stellt fest, dass die Bauinvestitionen in Schaffhausen auf einem erfreulichen Niveau sind und auch die Aussichten für das kommende Jahr ausgezeichnet sind. Mit Stefan Heller, dem Gewinner der SwissSkills 2012 und Teilnehmer der WorldSkills 2013 in Leipzig, konnte er einen jungen Berufsmann ehren, der mit seinem frischen Auftreten allen Anwesenden aufzeigte, dass der Maurerberuf nach wie vor begeistern kann. Professor Leibundgut von der ETH Zürich zeigte dann Alternativen zu Minergie- Bauten auf, bei der auch die Baumeister nicht zu kurz kommen.</p>
<h2> Baumeister-Verband Zürich</h2>
<p> Etwas mehr als 100 Teilnehmer warteten am 4. April gespannt auf die Ausführungen von Präsident Daniel Huwiler. Er konnte illustre Gäste aus Stadt, Kanton und befreundeten Verbänden und speziell den Gastreferenten Korpskommandant André Blattmann begrüssen. Er gab einerseits seiner Besorgnis über die Entwicklung im Tief- und Strassenbau in der Region Ausdruck und auf der anderen Seite lobt er die gute Zusammenarbeit mit dem Kantonalen und Städtischen Tiefbauamt, die beide äusserst verlässliche Bauherren sind. Er rief die Mitglieder auf, aktiv am Verbandsgeschehen teilzunehmen.</p>
<h2> Baumeisterverband Winterthur</h2>
<p> Bereits am 25. Januar hat Präsident Philipp Jöhr die Mitglieder des BVW zur Generalversammlung begrüsst. Nach einem kurzen Abriss über die Geschäfte aus dem Vor- stand blickte er auch auf die Baumeisterreise zurück, welche die Mitglieder des BVW ins Wallis führte. Besonders erwähnte er die Kontakte zur Fachhochschule Winterthur. Er hielt fest, dass eine Zusammenarbeit zwischen Fachhochschulen und dem Baumeisterverband als wünschenswert erachtet wird. Als neues Vorstandsmitglied wurde Ruedi Ackeret einstimmig gewählt.</p>
<h2> Baumeisterverband Zürichsee, Sihltal und Amt</h2>
<p> In der Eventhall von Mettmenstetten begrüsst René Egli am 14. März Baumeister und Gäste zur 115. ordentlichen Generalversammlung des BVZSA. Mit einem Blick in die Landwirtschaft zeichnet er parallelen zwischen der Produktion in der Landwirtschaft und derjenigen in der Bauwirtschaft und den damit verbundenen Preiszerfall, der nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch im Bauhauptgewerbe Einzug gehalten hat, auf. Die Versammlung wurde durch einen humoristischen Beitrag zum Thema Integration abgerundet.</p>
<h2> Baumeisterverband Zürcher-Oberland</h2>
<p> Andreas Ackeret, Präsident des BVZO begrüsste seine Mitglieder und Gäste am 21. März zur Generalversammlung. Die Aus- und Weiterbildung und das Thema Sicherheit waren auch im vergangenen Jahr wichtige Eckpunkte im Verbandsjahr der Oberländer. Die Versammlung wurde abgerundet durch ein spannendes Referat des Kommandanten Oberst Werner Hofmann der PC 7 Staffel der Schweizer Armee.</p>
<h2> Baumeisterverband Zürcher-Unterland</h2>
<p> Zum Abschluss aller Generalversammlungen trafen sich die Baumeister des BVZU am 11. April. Präsident Daniel Blum wies in seinem Jahresbericht auf die Tätigkeiten im Regionalverband und dem Baumeister Kurszentrum hin. Besonders erfreut war er über die aktive Teilnahme der Mitglieder an den Anlässen des BVZU. Das abschliessende Kurzreferat von Walter Schmid, Mitglied des BVZU und Initiant der Umweltarena, sowie die Führung haben interessante Einblicke in die Möglichkeiten eines umweltgerechten Umgangs mit Energie und Bauen ermöglicht. </p>]]></content:encoded>
			<category>SBV aktuell</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			<author>redaktion@baumeister.ch</author>
			<pubDate>Wed, 08 May 2013 11:25:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Sprengen im Fokus der Öffentlichkeit</title>
			<link>http://www.schweizerbauwirtschaft.ch/Artikel-Einzelansicht.20+M52816d7582c.0.html</link>
			<description>Die Sprengung des Rockwell-Hochhauses in Aarau im März 2013 entwickelte sich zu einem Volksfest mit...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> Selbst weniger spektakuläre Sprengungen locken Massen von Schaulustigen an. Deshalb muss in der Planung von Sprengarbeiten die Sicherheit der Menschen sowie der Infrastrukturen an erster Stelle berücksichtigt werden.</p>
<p> Kenntnisse über das Verhalten der zu sprengenden Gesteine und die Wirkung der Sprengmittel sind notwendiges Basiswissen für alle Sprengberechtigten. Immer öfter rücken auch organisatorische Fragen und Sicherheitsüberlegungen in den Vordergrund. Eine fundierte Ausbildung ist zwingend.</p>
<p> Die technische und organisatorische Ausbildung von Sprengberechtigten hat im Schweizerischen Baumeisterverband und seinen Mitgliedfirmen eine lange Tradition. Seit Jahrzehnten werden im Campus Sursee Bildungszentrum Bau zukünftige Inhaber von Sprengberechtigungen auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet. Die Ausbildungsstätte arbeitet mit Fachleuten aus Produktion und Handel von SprengSchulung mitteln, mit Anwendern, Amtsstellen und den verschiedenen Organisationen zusammen, welche sich mit der Ausbildung in der Sprengtechnik befassen. Das eigene Sprenggelände in Zell (LU) ermöglicht neben der theoretischen Ausbildung auch das Üben und Anwenden der praktischen Elemente.</p>
<p><a href="http://bildungszentrum.campus-sursee.ch/ausbildungsverzeichnis-produktion-verkehrswegbau.html" title="Kursanmeldung" target="_blank" class="external-link-new-window"  onclick="javascript:urchinTracker ('/.external/http/bildungszentrum.campus-sursee.ch/ausbildungsverzeichnis-produktion-verkehrswegbau.html'); ">Anmeldung</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Campus Sursee</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			<author>redaktion@baumeister.ch</author>
			<pubDate>Wed, 08 May 2013 11:25:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wo sich die Welt zum friedlichen Wettbewerb trifft</title>
			<link>http://www.schweizerbauwirtschaft.ch/Artikel-Einzelansicht.20+M5ae4152c2c9.0.html</link>
			<description>Die Baumaschinenmesse in München sprengt jeden Massstab, sowohl was die Zahl der Aussteller...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> Die rohen Zahlen für sich alleine sind schon eindrücklich: 180 000 Quadratmeter Hallenfläche, 390 000 Quadratmeter Freigelände, 3400 Aussteller aus 57 Ländern und rund 530 000 Besucher. So liesse sich die Bauma 2013, die vom 15. bis zum 21. April in München stattgefunden hat, rein quantitativ beschreiben.</p>
<h2>Marktplatz der Ideen</h2>
<p>Doch diese Zahlen lassen lediglich die Grösse, nicht jedoch die Qualitäten dieser Mammutveranstaltung erahnen. Die Bauma ist im Grunde genommen ein riesiger Marktplatz der Ideen, wo es darum geht, unter allen Ausstellern hervorzustechen, um die Besucher in den Bann zu ziehen. Dies geschieht auf verschiedenste Weise: Am leichtesten haben es vermutlich die Hersteller von Kränen oder Baustoffanlagen, die auf dem ehemaligen Areal des Flughafens Riem genug Raum finden, um ihre gesamte Produktpalette in voller Grösse aufzustellen. Wie riesige Fahnenmasten ragen die Kranausleger in den Himmel und die Aufbereitungsanlagen wirken wie überdimensionale Plastiken.</p>
<h2>Grosszügigkeit und Ideenreichtum</h2>
<p>Wer durch die Hallen und die Ausstellungsflächen unter freiem Himmel schlenderte, dem fielen sofort die Grosszügigkeit und der Ideenreichtum der Ausstellungsstände auf: Der Stand von Liebherr bestand beispielsweise aus verschiedenen langgezogenen, strahlend weissen Gebäudetrakten mit Büros und Sitzungszimmern, die um einen grossen Hof herum angeordnet waren. Im Hof waren sowohl Erdbewegungsmaschinen als auch Kräne zu bestaunen.</p>
<p> Doka hat für seine Schalungssysteme einen Hangar in den Hausfarben Gelb und Blau errichtet, der die Dimensionen einer Kathedrale aufwies, Wolffkran hat sich für einen eleganten, mehrstöckigen Glas-Stahl-Pavillon entschieden, der von eigenen Kränen überragt wurde. Hitachi setze auf die schlichte, geradlinige Architektur ihres Ausstellungspavillons und den Kontrast zwischen den &quot;Hausfarben&quot; Orange und Schwarz. Der Aussenbereich war wie ein japanischer Steingarten angelegt, aus dem die Maschinen wie riesige Eisenplastiken herausragten.</p>
<p> Wacker Neuson, JCB, Volvo, Doosan, Mecalac und andere stellten die Leistungsfähigkeit und Beweglichkeit ihrer Bagger, Radlader, Teleskoplader und Dumper auf regelrechten Arenen samt überdeckter Zuschauertribüne unter Beweis. Der Stand von Caterpillar füllte eine ganze Halle. In der Mitte dominierte ein grosser Informationsstand, der von zwei konzentrischen &quot;Saturnringen&quot; überragt wurde. Rund um diese &quot;Nabe&quot; waren alle Maschinen angeordnet. Die grössten waren ein Tieflöffel-Hydraulikbagger von 220 Tonnen Einsatzgewicht und ein Muldenkipper mit 91 Tonnen Nutzlast, die kleinsten waren Mini- und Kurzheckbagger.</p>
<h2>Schweizer Maschinenbauer exportiert weltweit</h2>
<p>Der Schweizer Hersteller von Brech-, Sieb- und Aufbereitungsanlagen Gipo war gleich mit drei grossen raupenmobilen Anlagen präsent. Mittlerweile exportiert der Urner KMU seine Anlagen bis nach Australien und Südamerika. Die Bauma war damit das ideale Forum für Gipo, um Delegationen aus diesen Kontinenten zu empfangen und Kunden aus anderen Kontinenten zu gewinnen. Die Bauma war aber nicht nur ein Marktplatz der technischen Innovation, sondern auch der Kultur.</p>
<h2>Tanz und Akrobatik</h2>
<p>Die Aussteller scheuten keinen Aufwand, um ihre Geschäftskunden und die Besucher in ihren Bann zu ziehen: Musik, Tanz und Akrobatik von hoher Qualität gehörten genauso zu dieser Messe wie die ausgeklügelte Technik. Doka engagierte ein Artisten- Trio, das an Seilen von der Decke des Hangars hinabschwebte und sich auf einer riesigen Videowand wie Eidechsen zu psychedelischen Projektionen und Klängen bewegte. Caterpillar und Case setzten auf Perkussions-Gruppen, die die Luft mit markigen Klängen zum Vibrieren brachten. Wacker Neuson hat für seine Baumaschinenshows einen Motorradfahrer engagiert, der auf seinem Trial Bike über die Maschinen balancierte.</p>
<p> Eine richtige Street-Dance-Company hat JCB aufgeboten. Ein Dutzend Tänzerinnen und Tänzer in JCB-Overalls sowie vier Baumaschinen wirbelten in einer 20-minütigen, atemberaubenden Show über den Vorführplatz vor dem Ausstellungspavillon, turnten über die Maschinen, formierten sich zu einer Pyramide oder Traube oder liessen sich auf der Radladerschaufel hochheben, begleitet von rockiger Discomusik.</p>
<h2>Der Shop gehört zum Standard</h2>
<p>Praktisch jeder grosse Baumaschinenhersteller hielt schliesslich für seine Besucher einen Shop mit nützlichen oder modischen Gadgets bereit. Kaum überraschend verzeichnete der Shop von Caterpillar den grössten Ansturm: Kleider und Schuhe mit dem Logo des US-Herstellers gelten schon seit Jahrzehnten als modische Marke.</p>
<h2>Oasen der Entspannung</h2>
<p>Auch für das Wohlbefinden von Besuchern und Geschäftskunden war an der Bauma bestens gesorgt: Entlang der Atrium-Allee, die zwischen den zwölf Haupthallen hindurch zum Freigelände führt, waren zahlreiche Verpflegungsstände mit Weisswurst, Fleischpflanzerl und Brezen zu finden. Auf dem breiten Grünstreifen in der Mitte der Allee waren Biergärten mit Sonnenschirmen eingerichtet.</p>
<p> Die Aussteller wetteiferten darum, ihren Gästen mit Bars oder Terrassencafés einen möglichst gemütlichen Aufenthalt auf ihren Ständen zu ermöglichen. Hyundai glänzte in dieser Hinsicht: Das Terrassencafé mit Korbstühlen und Sonnenschirmen direkt vor dem Pavillon verführte zu einem längeren Aufenthalt, sofern man noch einen freien Platz ergattern konnte. Hier konnte man in Ruhe die unzähligen bunten Eindrücke von dieser Messe der Superlative Revue passieren lassen. </p>]]></content:encoded>
			<category>Fokus</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			<author>redaktion@baumeister.ch</author>
			<pubDate>Wed, 08 May 2013 11:22:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Auf der Suche nach einem Nachfolger</title>
			<link>http://www.schweizerbauwirtschaft.ch/Artikel-Einzelansicht.20+M56412823f2a.0.html</link>
			<description>Es stehen strategische Überlegungen an: Der Zentralpräsident des Schweizerischen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&quot;Nichts ist so beständig, wie der Wandel&quot;: Dies erkannte bereits der griechi­-<br />sche Philosoph Heraklit von Ephesos vor über 2500 Jahren. Was gut funktio­-<br />niert, nimmt man gerne in Anspruch, ohne daran zu denken, dass dies irgend­-einmal zu Ende geht und folglich ein Ersatz dafür gesucht und gefunden ­werden muss. <br />Genauso verhält es sich mit dem Amt des Zentralpräsidenten des Schweize­rischen Baumeisterverbands: Die Amtsdauer des aktuellen Zentralpräsidenten Werner Messmer läuft Ende 2014 ab. Dieser hat sich nach zwölf Amtsjahren ­entschieden, auf eine erneute Kandidatur zu verzichten. So ist es nun an der Zeit, sich Gedanken über mögliche Nachfolger oder Nachfolgerinnen zu machen. Die Wahl zuhanden der Generalversammlung des Schweizerischen Baumeisterverbands (vom Juni 2014) erfolgt bereits an der Frühjahres-Delegiertenversammlung 2014 des SBV. Das bedeutet, dass interessierte Kandidatinnen und Kandi­daten von den Regionen und Fachverbänden des SBV bereits in diesem Herbst nominiert werden müssen. Dann erhalten die Anwärter die Gelegenheit, sich in den Sektionen, Regionen und Fachverbänden persönlich vorzustellen.<br />Gefragt für dieses Amt sind Persönlichkeiten mit aktueller oder früherer Führungserfahrung im Bauhauptgewerbe; so umschreiben die Statuten des SBV die beruflichen Voraussetzungen eines Zentralpräsidenten. Andere Kriterien werden nicht verlangt, doch Spass am Bau sowie seinem Umfeld, Engagement für gute Rahmenbedingungen für die Bauunternehmer, Freude an vielfältigen Kontakten mit (fast immer) pflegeleichten Partnern in der ganzen Schweiz und natürlich etwas Steh- und Beharrungsvermögen sind der Aufgabe bestimmt dienlich. Man sieht es schon: Das Präsidium des SBV ist eine äusserst prickelnde Tätigkeit und somit bestimmt eine verlockende Alternative zum Beruf des Bau­unternehmers. <br />Wenn ich mit diesen Ausführungen Ihr Interesse geweckt habe, zögern Sie nicht, sondern melden Sie sich bei Ihrer Sektion oder Ihrem Fachverband.</p>]]></content:encoded>
			<category>Fokus</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			<author>redaktion@baumeister.ch</author>
			<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 09:37:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Eine Plattform, um sich der Welt zu präsentieren</title>
			<link>http://www.schweizerbauwirtschaft.ch/Artikel-Einzelansicht.20+M5d1f25613ed.0.html</link>
			<description>Der World Tunnel Congress, der dieses Jahr in Genf stattfindet, ist ein Fenster zur Welt, das ein...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><b>Schweizer Bauwirtschaft: Was erwartet die Schweizer Besucher des World Tunnel Congress in Genf?</b><br /><b>Felix Amberg:</b> Er bietet ein Fenster zur Welt hinaus. Der letzte war in Bangkok und der übernächste wird in Sao Paolo stattfinden. Dieses Jahr kommt aber der World Tunnel Congress in die Schweiz. Das ist die Gelegenheit, um einfach mal zu schauen, was weltweit im Tunnelbau läuft. Für einen Schweizer Untertagbauer ist das sehr interessant, vor allem, wenn er sich mit dem Gedanken trägt, im Ausland tätig zu werden. Da findet er die richtige Plattform, um der Welt zu zeigen, was sein Unternehmen kann und allenfalls, um Kontakte zu knüpfen. Der Schweizer Untertagbau war schon vor den neuen Alpentransversalen sehr innovativ. Die Untertagbaukompetenz in der Schweiz auf Planer-, Bauherren-, Unternehmer- und Zulieferseite ist sehr hoch.</p>
<p><b>Der World Tunnel Congress ist also nicht nur etwas für Ingenieure, sondern auch für Unternehmer ...?<br /></b>Richtig! Zusammen mit dem Fachverband Infra möchten wir den Schweizer Unternehmen und Zulieferern - und zwar nicht nur den grossen - eine Plattform bieten, um sich zu präsentieren. Denn am Kongress nehmen auch sehr viele Bauherren, Planer und Unternehmer teil. Wir bieten Plattformen für Ausführungstechnologien und Zulieferer. Mit nur einer Übernachtung in Genf kann man sich so einen Überblick über den weltweiten Untertagbau verschaffen. Zudem führen wir an zwei Tagen die &quot;Swiss Sessions&quot; durch. Diese entsprechen im Aufbau und Ablauf dem Swiss Tunnel Congress, der jährlich in Luzern stattfindet und der von der gesamten Schweizer Bauindustrie immer gut besucht ist. </p>
<p><b>Der Schweizer Tunnelbau befindet sich jetzt an einem Wendepunkt: Bis in fünf Jahren wird das Investitionsvolumen um zwei Drittel sinken. Wie geht es weiter?<br /></b>Der Bau der Basistunnels am Lötschberg und Gotthard haben den Schweizer Tunnelbau in den letzten 20 Jahren geprägt. Dadurch wurde das Investitionsvolumen im Untertagbau enorm ausgeweitet, nur schon wegen der Grösse dieser Bauwerke: Am Gotthard wurden 57 km und am Lötschberg über 30 km Tunnel ausgebrochen. Zur selben Zeit wurden auch die Westumfahrung Zürichs und weitere Tunnels erstellt. Das war aber eine ausserordentliche Situation, die nicht so schnell wieder kommt. Das bedeutet, dass das Investitionsvolumen im Untertagbau drastisch sinken und sich auf einem Niveau einpendeln wird, das demjenigen vor den grossen Alpentransversalen entspricht. Dieses liegt signifikant tiefer als heute. Es ist bestimmt keine einfache Situation, denn damit geht zwangsläufig eine Restrukturierung des Untertagbaus einher, die etwa eineinhalb Jahre dauern wird. Es ist allen Unternehmen dieser Branche klar, dass es sich nicht um eine Baisse handelt, die wieder vergeht, sondern um eine Ära, die zu Ende geht. </p>
<p><b>Der Baukonzern Implenia expandiert nach Norwegen, unter anderem, um seine Tunnelbau­kapazitäten auszulasten. Findet der Schweizer Tunnelbau künftig vorwiegend im Ausland statt?<br /></b>Mit dem Bau der Alpentransversalen hat sich ja der Schweizer Tunnelbau auch für ausländische Unternehmungen geöffnet, egal, ob Planer oder Bau­unternehmer. In jedem Alptransit-Baukonsortium waren auch ausländische Unternehmungen dabei. In diesem Rahmen konnten also bereits Kontakte ­geknüpft werden. Das Know-how in Planung und Ausführung, das im Zusammenhang mit den neuen Alpentransversalen erarbeitet wurde, ist auch für Projekte im Ausland attraktiv. Doch effektiv im Ausland aktiv werden nur wenige, grosse Unternehmen sein. Der grösste Teil der Untertagbauunternehmen wird weiterhin in der Schweiz tätig sein.</p>
<p><b>Wie bewältigt Ihr Ingenieurbüro diese Situation?<br /></b>Als Büro, das fast ausschliesslich auf Untertagbau spezialisiert ist, befinden wir uns in einer Sonder­situation: Wir sind bereits in der zweiten Hälfte der 90er-Jahre ins Ausland expandiert. </p>
<p><b>Teilen Sie die Einschätzung, dass eine Belebung des Tunnelbaus in der Schweiz im nächsten Jahrzehnt nur möglich ist, wenn politische, juristische und administrative Hürden beseitigt werden?<br /></b>Die überaus langen Planungszeiten für Projekte im Untertagebau gibt es schon lange, das ist kein neues Phänomen. Und neue Projekte brauchen immer eine gewisse Anlaufzeit. Ich glaube auch nicht, dass die politischen, juristischen und administrativen Hürden in den letzten 15 Jahren wesentlich höher geworden sind. </p>
<p><b>Welchen Einfluss hatte der Bau der neuen Schweizer Alpentransversalen auf Planungs- und Ausführungstechnik im Tunnelbau?<br /></b>Erstens haben Lötschberg- und Gotthardbasistunnel gezeigt, dass der Bau von über 30 Kilometer langen Tunnels technisch, organisatorisch und finanziell sicher machbar ist. Dies, obwohl sich gewisse technische Fragen bei diesen gewaltigen Bauwerken völlig neu stellten, beispielsweise hinsichtlich der Sicherheitsstandards. Diese Dimensionen waren vorher nur vom Kanaltunnel bekannt. Die Antworten, die der Schweizer Tunnelbau auf diese Fragen gefunden hat, gelten heute weltweit als &quot;State of the Art&quot;. Eine ­zusätzliche Herausforderung waren Organisation, Administration und Führung solcher Bauvorhaben. Man hat beispielsweise im Rahmen dieser Gross­projekte spezielle Streitschlichtungsverfahren ent­wickelt, die heute als Standard gelten.</p>
<p><b>Welchen Einfluss hatte der Bau der Alpentransversalen auf die Vortriebsverfahren?<br /></b>Der Schweizer Tunnelbau ist schon immer pragmatisch und sachorientiert an grosse Bauvorhaben herangegangen: Bei der geologischen Analyse hat man sich entschieden, je nach geologischer Beschaffenheit des Bergs, den Ausbruch entweder im konven-tionellen Vortrieb oder mit Tunnelbohrmaschinen vorzunehmen. Beim Vortrieb mit Tunnelbohrmaschinen konnte belegt werden, dass deren Einsatz auch in sehr tief liegenden Tunnels mit Überlagerungen von bis zu 3000 Metern erfolgreich möglich ist, und druckhaftes Gebirge konnte mit einer nach­giebigen Felssicherung ebenfalls erfolgreich bewältigt werden. Es hat sich gezeigt, dass bei richtiger geo­logischer Analyse, sauberer Planungsarbeit und korrekter Ausschreibung und Ausführung der Arbeiten ein Vortrieb in diesen Dimensionen termin- und budgetgerecht möglich ist.</p>
<p><b>Wie beurteilen Sie die weltweite Situation des Tunnelbaus? Handelt es sich um ein wachsendes Geschäft?<br /></b>Tunnelbau findet nicht nur im Gebirge statt. Das wissen wir auch in der Schweiz: Im städtischen Umfeld werden mehr Tunnels gebaut als im Alpenraum. Das verwundert nicht, leben doch immer mehr Menschen in urbanen Räumen. Dies schafft natürlich enorme Transport- und Logistikprobleme. Deshalb kommt die urbane Infrastruktur nicht an Tunnellösungen vorbei. Der weltweite Untertagbau wird also nur schon aus diesen Gründen wachsen. Denken Sie nur, dass momentan in 25 bis 30 chinesischen Städten U-Bahn-Linien gebaut werden. Am diesjährigen World Tunnel Congress in Genf wird aber auch der weltweite Anstieg des Meeresspiegels thematisiert: Dieses Phänomen macht in stark urbanisierten Küstenregionen den Bau von Hochwasserschutz- und Ableitungsstollen notwendig. Der Untertagbau wird also tendenziell noch an Bedeutung gewinnen. </p>
<p><b>Finden die Schweizer Ingenieurbüros und Tunnelbauunternehmungen genügend Fachkräfte?<br /></b>Ingenieurstudenten zeigen heute grösseres Interesse an einer Vertiefung Richtung Tunnelbau, als noch vor 15 Jahren. Dafür fehlen uns erfahrene Ingenieure und Projektleiter welche diese Berufseinsteiger begleiten. Hier ist es ausserordentlich schwierig, gute Fachkräfte zu finden. Deshalb rekrutieren wir diese Leute oft in unseren Nachbarländern. Noch schwieriger wird es für Unternehmen, die im Ausland tätig sind: Es ist nicht leicht, Leute zu finden, die bereit sind, mit ihrer Familie für einige Jahre im Ausland zu leben. Ein Schweizer Ingenieur hat wegen des Fachkräftemangels immer die Wahl zwischen verschiedenen Jobangeboten. </p>
<p><b>Wie sieht es an den Schweizer Hochschulen mit der Ausbildung von Tunnelbauingenieuren aus?<br /></b>Heute studieren an der ETH Zürich wieder über 200 Studierende Bauingenieur. Dieses Studium findet also wieder erfreulichen Zuspruch. Dies lässt ­hoffen, dass sich auch mehr angehende Ingenieure für die Vertiefungsrichtung Tunnelbau interessieren werden.</p>
<h2>Zur Person</h2>
<p>Felix Amberg (56) leitet seit 1995 die Amberg Group, die sein Vater 1966 ­gegründet hat. Er hat 1981 das Ingenieurdiplom an der ETH Zürich erlangt und ab 1986 Projekt- und Bauleitungsfunktionen innerhalb der Amberg En­gineering übernommen. Er wirkt seit 1990 an der Realisierung des Gotthard-Basistunnels mit. Im Rahmen des World Tunnel Congress in Genf ist ­Amberg Vorsitzender des Organisationskomitees. Amberg war von 2007 bis 2012 Präsident der FGU (Fachgruppe für Untertagebau des SIA) und gehört seit 2010 als Treasurer dem Executive Council der ITA (International Tunnelling and ­Underground Space Association) an.<br /><i>md</i></p>]]></content:encoded>
			<category>SBV aktuell</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			<author>redaktion@baumeister.ch</author>
			<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 09:36:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Krane sind heute stark, flexibel und fast überall</title>
			<link>http://www.schweizerbauwirtschaft.ch/Artikel-Einzelansicht.20+M590b624a4ae.0.html</link>
			<description>Sie sind stark und vielseitig einsetzbar: Mobilkrane, die im Gegensatz zu den riesigen stationär...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den Alleskönner gibt es zwar nicht im Mobilkranbau. Aber die heute gebauten Modelle kommen ­diesem Ideal schon sehr nahe. Sie sind beweglich, die meisten fahren auf vier und mehr Achsen zu ihren ­Einsatzorten, einige wenige grosse auf Rau-pen. Die Hebe­vorrichtungen liegen ordentlich ineinander gefaltet auf der ­Ladefläche der Fahrzeuge. Erst auf der Baustelle &quot;entfalten&quot; sie sich dann zu ihrer ­vollen Grösse. <br />Diese fahrbaren Lastenträger sind so konstruiert, dass sie im nicht montierten ­Zustand möglichst wenig Fläche und Volumen einnehmen. Sie finden auf einem Unterbau Platz, der normale Lastwagengrösse hat und sich ohne Sondergenehmigung auf den Strassen bewegen darf. Das macht diese Mobilkrane sehr beweglich, was gerade im Innenstadt­bereich mit seinen geringen Rangiermöglichkeiten ein Vorteil ist. <br />Wie unsere erste Abbildung rechts zeigt: Der Kleine sieht fast aus wie ein Insekt. Erst auf den zweiten Blick sieht man, dass die &quot;Füsse&quot; die Ausleger sind und er sich auf Raupen fortbewegt. Doch der kleine Kran ist ein Beispiel für eine der vielen Spezialisierungen. </p>
<p><b>Leihen statt kaufen<br /></b>Viele Kranhersteller und -vertreiber bieten inzwischen ganze Flotten von Leihkranen an; Liebherr sei hier nur als bekanntes Beispiel genannt. Die Krane werden für einen bestimmten Zweck gebucht, fahren zur Baustelle, sind in kürzester Zeit bereit, heben die Lasten an Ort und Stelle, werden wieder ab­gebaut und sind bereit für den nächsten Einsatz. Immer öfter ist jedoch nur noch ein Mann an Bord, der den Lastwagen fährt, den Kran aufbauen und ihn auch bedienen kann. Das spart zwar Personal ein und ­verringert die Betriebskosten, wird aber nicht von allen gern gesehen. Die vereinfachte Handhabung per Fernbedienung verführt jedoch gelegentlich auch zur Personalreduktion. <br />Leihen statt kaufen lohnt sich für beide Seiten, dem Verleiher und dem Kunden. Letzterer kann mit einer bedarfsgerechten Buchung richtig Geld sparen. So war die Kalkulation beim Minikran aus unserem ­Beispiel im Bild links so, dass der Autokran für eine Stunde so viel kostete, wie ein halber Tag Leihgebühr für den Minikran - eine eindrückliche Rechnung.</p>
<p><b>Riesige Modellvielfalt<br /></b>Die Bandbreite der Modelle ist in den letzten Jahren stetig angewachsen. Da gibt es den Winzling, der so­gar im Kastenwagen oder auf dem Pickup montiert werden kann. Weiter geht es mit speziellen Kranmodellen, wie sie beispielsweise von Steinmetzen oder Handwerkern mit anderen &quot;gewichtigen&quot; ­Materialien verwendet werden, entweder auf der Pritsche montiert, oder auf eigenen Rädern und ­Raupen ­unterwegs. Und vielen verschiedenen Auto- oder Pneukranen, wie sie beispielsweise bei der Montage von Windkraftanlagen eingesetzt werden. Die Hubkräfte reichen dabei - je nach Grösse und Ausführung - bis zu 500 Tonnen. </p>]]></content:encoded>
			<category>Baupraxis</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			<author>redaktion@baumeister.ch</author>
			<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 09:35:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Für ein Konkurrenzverbot am Arbeitsplatz
gibt es viele Möglichkeiten</title>
			<link>http://www.schweizerbauwirtschaft.ch/Artikel-Einzelansicht.20+M551e8b82dd4.0.html</link>
			<description>Das arbeitsrechtliche Konkurrenzverbot ist ein ausgesprochen komplexes Thema. Gegenseitige – oft...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter dem Titel &quot;Grenzen des Konkurrenzverbotes&quot; ist zunächst auf die sieben Voraussetzungen zu verweisen, die kumulativ erfüllt sein müssen, damit ein Konkurrenzverbot überhaupt gültig und in seinem zeitlichen, örtlichen und sachlichen Umfang durchsetzbar ist. Diese Gültigkeitserfordernisse werden in unserem Merkblatt &quot;Konkurrenzverbot - einzelne Aspekte&quot;, das auf unserer Website zu finden ist, eingehend erörtert (www.baumeister.ch, unter Rechtsdienst, Menüpunkt Merkblätter). </p>
<p><b>Konkurrenzverbote im Bauhauptgewerbe</b><br />Eine wesentliche Voraussetzung für die Gültigkeit ei­nes Konkurrenzverbotes kann im Bauhauptgewerbe auf den ersten Blick fehlen, nämlich der &quot;Einblick in den Kundenkreis des Arbeitgebers&quot; (Art. 340 Abs. 2 OR). Als Kunde im Sinne von Art. 340 Abs. 2 OR gilt, wer über längere Zeit in mehr oder weniger ­regelmässigen Abständen Geschäfte mit dem Arbeit­geber tätigt. Dies ist bei klassischen Bauherren in der Regel nicht der Fall, weshalb ihnen die Eigenschaft &quot;Kunde&quot; fehlt. Natürlich gibt es aber auch in Bau­firmen &quot;Kundenstämme&quot; (regelmässige Auftrag­geber, Betonbezüger usw.), welche der Definition im OR genügen und die Vereinbarung eines Kon­kurrenzverbotes rechtfertigen. <br />Das weitere Kriterium &quot;Einblick in Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnisse&quot; ist wohl beim LMV-Personal eher selten erfüllt. Hingegen ist es denkbar bei Werkmeistern oder beim Kaderpersonal, etwa Bauführern, Polieren oder Geschäftsführern. Diese Mitarbeiter haben oft Einblick in technische Betriebs­innovationen, Preiskalkulationen, Rabattsätze und Bezugsquellen bzw. -bedingungen ihres Arbeitgebers, weshalb mit ihnen ein Konkurrenzverbot gültig vereinbart werden kann. </p>
<p><b>Gesellschaftsrechtliches Konkurrenzverbot als Alternative?<br /></b>Das arbeitsrechtliche Konkurrenzverbot ist - wie erwähnt - an strenge Voraussetzungen geknüpft. Die Möglichkeiten eines Arbeitgebers, eine Konkurrenzierung durch den Arbeitnehmer tatsächlich zu verhindern, sind somit stark eingeschränkt. In der Praxis wird deshalb nicht selten ein Konkurrenzverbot in so­genannten Aktionärsbindungsverträgen vereinbart, worauf die arbeitsrechtlichen Schutzvorschriften der Art. 340ff. OR nicht anwendbar sind. Insbesondere muss ein gesellschaftsrechtliches Konkurrenzverbot nicht in sachlicher, zeitlicher und örtlicher Hinsicht beschränkt sein.</p>
<p><b>Ein Beispielfall<br /></b>Denkbar ist etwa folgender Fall eines sehr begab­ten, erfindungsreichen Werkmeisters: Er erhält von seinem Arbeitgeber einen unbedeutend kleinen Ak­tienanteil und unterzeichnet mit den übrigen Aktio­nären einen Aktionärsbindungsvertrag, welcher ein sehr weitgehendes Konkurrenzverbot enthält, das nach Art. 340ff. OR nicht gültig wäre (z. B. Verbot jeglicher Tätigkeit in einem anderen Bauunternehmen). Nach einiger Zeit verkaufen die anderen Ak­tionäre ihre Aktien und steigen ins Immobilien­geschäft ein, womit das Konkurrenzverbot nicht ­verletzt wird. Für den Werkmeister ist es jedoch praktisch unmöglich, eine andere Tätigkeit auszuüben. Das Konkurrenzverbot im Aktionärsbindungsvertrag kommt damit praktisch einem Berufsverbot gleich. <br />Praxis des Bundesgerichtes zum ­gesellschaftsrechtlichen Konkurrenzverbot<br />Das Bundesgericht musste schon wiederholt solche Vertragskonstrukte beurteilen. Bei Dauerschuldverhältnissen, in welchen eine Partei von der andern wirtschaftlich abhängig ist (was bei einem Arbeitsverhältnis der Fall ist), wendet das Bundesgericht die Bestimmungen des arbeitsrechtlichen Konkurrenzverbotes in der Regel analog an. Massgebend ist dabei die Art und das Ausmass der Abhängigkeit der schwächeren von der stärkeren Vertragspartei. <br />Im oben erwähnten Beispiel würde die Konkurrenzverbotsklausel, die in keiner Weise beschränkt ist, wohl für ungültig erklärt. Der begabte Werkmeister hat als Minderheitsaktionär faktisch keinen Einfluss auf die Entscheidungen der Geschäftsleitung. Im ­Extremfall könnten die Mehrheitsaktionäre sogar die Kündigung des Arbeitsverhältnisses aussprechen und der Werkmeister könnte auf Grund der Kon­kurrenz­verbotsklausel bei keinem anderen Bauunter­nehmen tätig werden. <br />Das Bundesgericht würdigt stets die Umstände des Einzelfalls. So ist es durchaus denkbar, dass auch ein gesellschaftsrechtliches Konkurrenzverbot mit einem Arbeitnehmer verbindlich sein kann, selbst wenn es relativ weit gefasst ist.<br />Unter Berücksichtigung der zahlreichen Voraussetzungen und der strengen Rechtsprechung zum Konkurrenzverbot ist demnach aus Arbeitgebersicht festzuhalten, dass man bei der Formulierung von Konkurrenzverboten stets mit der angebrachten Sorgfalt und Verhältnismässigkeit vorgehen soll.</p>]]></content:encoded>
			<category>Unternehmensführung</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			<author>redaktion@baumeister.ch</author>
			<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 09:34:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>«Ich bin ein typischer Landbaumeister»</title>
			<link>http://www.schweizerbauwirtschaft.ch/Artikel-Einzelansicht.20+M5b40457b5a4.0.html</link>
			<description>Alexander Eigensatz, Geschäftsführer der Hüsler Hoch- und Tiefbau AG, bezeichnet sich als sehr...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <b>&quot;Schweizer Bauwirtschaft&quot;: Wie lange ist Ihre Firma schon Mitglied des Schweizerischen Baumeisterverbands?</b></p>
<p><b> Alexander Eigensatz:</b> Wir sind seit 1979 Mitglied. Eine Mitgliedschaft ist nicht gratis. Es muss dabei auch etwas für die Firma herausschauen. Was sind Ihrer Meinung nach ganz generell die Vorteile einer Mitgliedschaft in einem Verband? Ich muss vorausschicken: Ich bin ein sehr kritisches Verbandsmitglied. Das ist dem SBV bekannt. Ich bin mit einigen Dingen im Verband nicht einverstanden. Ich habe aber eine Kosten-Nutzen-Abwägung vorgenommen: Die Weiterbildungen für Mitarbeiter aller Stufen sowie die Unterstützung in der Lehrlingsausbildung bringen uns sehr viel. Auch Dienstleistungen wie der Rechtsdienst sind für uns nützlich. Wir bekommen zudem wichtige Informationen sehr schnell, sei es per E-Mail, sei es per Briefversand. Diese Dienstleistungen rechtfertigen ein Stück weit den hohen Mitgliederbeitrag. </p>
<p><b>Woher rührt Ihre kritische Haltung gegenüber dem SBV? </b></p>
<p>Es ist kein Geheimnis, ich wollte letztes Jahr aus dem SBV austreten. SBV-Direktor Daniel Lehmann hat darauf das Gespräch mit mir gesucht. Wir hatten einen intensiven Austausch, wobei ich Gelegenheit hatte, meine Kritik vorzubringen, unter anderem an der politischen Linie, die der Verband verfolgt. Der Direktor war sehr betroffen und hat mich gebeten, ihm eine Chance zu geben. Er hat signalisiert, dass er nach Lösungen für meine Anliegen suchen werde. Meine Anliegen wurden ernst genommen. Ein Kritikpunkt war die Art und Weise, wie die Suva bei der Umsetzung der Arbeitssicherheit mit uns Unternehmern umspringt. Herr Lehmann hat sich in der Folge für diese Anliegen eingesetzt. Ich durfte in einer Kommission mitarbeiten, wo diese Dinge aufgearbeitet wurden. Ich habe dabei gemerkt, dass es mühsam ist, mit der Suva zu verhandeln. Trotzdem waren die Sitzungen in Luzern konstruktiv und eine Verbesserung war möglich. <br />Ein weiterer Kritikpunkt am SBV war der Umgang mit den Gewerkschaften: Diese prangern die Bauunternehmer regelmässig in der Presse an und der SBV macht meiner Meinung nach zu wenig dagegen. In den meisten in der Presse ausgebreiteten Fällen ist das Ausbaugewerbe involviert, aber die Baumeister müssen als Sündenböcke hinhalten. Der SBV sollte viel härter um den Landesmantelvertrag (LMV) verhandeln und sogar einen längeren vertragslosen Zustand von zwei bis drei Jahren in Kauf nehmen. Mir ist bewusst, dass dies eine provokative Haltung ist und dass Vertragsverhandlungen nicht so einfach sind. Wir haben eigentlich einen sehr guten LMV, doch die Gewerkschaften fordern stets mehr. Bei den Verhandlungen um die Erneuerung des LMV im Jahr 2011 ist meiner Meinung nach der SBV zu schnell auf eine Einigung eingestiegen, besonders, was die Anhebung der Taggeldprämie im Krankheitsfall von 80 auf 90 Prozent betrifft. Das ist ein falsches Signal. Erst ein längerer vertragsloser Zustand würde Wirkung zeigen. </p>
<p><b>Waren Sie durchwegs zufrieden mit den Dienstleistungen des Schweizerischen Baumeisterverbands? </b></p>
<p>Der Verband macht alles in allem bestimmt gute Arbeit und die Mitarbeitenden sind sicher kompetent. Doch mir scheint, dass der Kontakt zur Basis fehlt. KMU wie unsere tragen und finanzieren den Verband. Dem trägt der Verband meiner Meinung nach zu wenig Rechnung. Ich möchte aber an dieser Stelle auch betonen, dass ich mit dem Baumeisterverband Aargau sehr zufrieden bin. Dieser macht gute Basisarbeit. Meine Meinung ist, dass sich ein Verband für seine Mitglieder einsetzen muss, gerade in der heutigen Zeit, wo Bauunternehmern ständig neue Hindernisse in den Weg gelegt werden, beispielsweise mit neuen Suva-Vorschriften, der Solidarhaftung und ganz neu mit der geplanten Revision des Kartellgesetzes, das die Bildung von Arges unter Generalverdacht stellt. Der Verband sollte etwas tun, um für die grossen Leistungen, die wir Bauunternehmer für die Gesellschaft vollbringen, mehr Wertschätzung zu erfahren. </p>
<p><b>Was haben eigentlich Ihre Mitarbeiter von einer Verbandsmitgliedschaft?</b> </p>
<p>Der grösste Teil, schätzungsweise 70 Prozent der Arbeitnehmer im Bauhauptgewerbe ist nicht gewerkschaftlich organisiert. Das heisst: Eigentlich sind diese ebenfalls Aktivmitglieder des Baumeisterverbands und profitieren von den fortschrittlichen Arbeitsbedingungen. Ich behaupte auch: Diese Mitarbeiter sind dem Verband gegenüber positiv eingestellt. </p>
<p><b>Haben Ihre Mitarbeiter die Möglichkeit, sich beruflich weiterzubilden? </b></p>
<p>Wir haben einen Ausbildungsplan. Wir erwägen den Weiterbildungsbedarf in regelmässigen Mitarbeitergesprächen. Ich unterstütze jeden, der zu einer für das Unternehmen sinnvollen Weiterbildung bereit ist. Bei einem Personalbestand von 60 Mitarbeitern ist es noch möglich, mit allen persönlich zu sprechen. Die Kurse in Sursee, das nicht weit von unserem Firmenstandort liegt, finde ich sehr gut. </p>
<p><b>Welche Erfahrungen haben Sie mit dem SBV-Rechtsdienst gemacht? </b></p>
<p>Wir beanspruchen den Rechtsdienst zwischen fünf- und zehnmal im Jahr. Er ist sehr schnell und seine Auskünfte sind hilfreich, wenn es um Fragen des Arbeitsrechts geht. Beim Werkvertragsrecht wird es hingegen schwieriger, was ich ein stückweit verstehe, den hier sind Spezialkenntnisse notwendig und man muss einen Fall im Detail kennen. Es ist auf alle Fälle eine wichtige und nützliche Dienstleistung. </p>
<p><b>Nutzen Sie den Erfahrungsaustausch in den Erfa-Gruppen?</b></p>
<p><b> </b>Nein, diese Form des Erfahrungsaustauschs entspricht nicht meiner Philosophie. </p>
<p><b>Könnten Sie sich vorstellen, in einem Verbandsgremium mitzuarbeiten? </b></p>
<p>Grundsätzlich ja, wohl eher punktuell. Ich war auch schon in dieser Suva-Kommission zum Thema Arbeitssicherheit. Wenn man einen Betrieb führt, wird die Belastung doch sehr gross und die Zeit, um sich in eine Thematik einzuarbeiten, sehr kurz. Ich könnte mich nicht regelmässig einen Tag pro Woche in einem Verbandsgremium engagieren. Deshalb habe ich dem SBV-Direktor gesagt, dass ich mich zur Verfügung stelle, wenn ich gebraucht werde. Ich kann doch nicht die Faust im Sack machen, und dann nichts unternehmen. Wenn es nicht klappt, muss ich mir nicht vorwerfen, ich hätte es nicht versucht. </p>
<p><b>Nützen Ihnen die Dokumentationen und Hilfsmittel des SBV in Ihrem betrieblichen Alltag?</b></p>
<p><b> </b>Ja, es gibt ein paar nützliche Dokumente. Andere sind meiner Meinung nach nicht notwendig. Ein anderer Baumeister ist aber in diesem Punkt vielleicht anderer Meinung. </p>
<p><b>Wie gross ist Ihrer Meinung nach der Einfluss des SBV auf die Politik in Bern? </b></p>
<p>Fakt ist, dass im Nationalrat zwei Baumeister und 30 Bauern sitzen. Mit zwei Leuten ist also das Bauhauptgewerbe faktisch nicht vertreten. Diese Vertretung muss also aufgebaut werden. Ein Beispiel: Für Baumaschinen wurde seinerzeit die Partikelfilterpflicht eingeführt, für Landwirtschaftsmaschinen nicht. Vertreter für die Politik aufzubauen braucht aber rund zehn Jahre Zeit. Der SBV sollte potenzielle Vertreter nicht nur aufbauen, sondern auch finanziell unterstützen. </p>
<p><b>Hat der geringe Einfluss der Baumeister in der Bundespolitik mit ihrer schwachen Vertretung zu tun, oder allenfalls mit ihrem ungerechterweise schlechten Image in der Öffentlichkeit? Bauern geniessen ja einen gesellschaftlichen Sympathiebonus. </b></p>
<p>Schwierige Frage. Das mit dem Sympathiebonus der Bauern stimmt sicher. Doch massgebend in der Politik ist eben doch die Anzahl der Vertreter. Präsenz ist ein wichtiger Faktor. Hier sollte der Verband etwas unternehmen. </p>
<p><i>Zur Person </i></p>
<p><i>Alexander Eigensatz (Jahrgang 1970) stammt aus einer Baumeisterfamilie und hat im Bau eine klassische Berufslaufbahn durchlaufen: Lehre als Maurer, dann Polier, Bauführer und schliesslich Baumeister. &quot;Ich habe gelernt, den Pickel in den Boden zu schlagen&quot;, sagt er von sich selbst. Darüber hinaus hat er auch einen berufsbegleitenden Studienabschluss in Betriebswirtschaft erlangt. Eigensatz führt seit acht Jahren die Hüsler Hoch- und Tiefbau AG in Reinach AG. Das Unternehmen wurde 1964 gegründet und beschäftigt 60 Mitarbeiter. Zur Firmenphilosophie, die er mit &quot;klein und fein&quot; umschreibt, gehört unter anderem, die gesamte Wertschöpfung im Unternehmen zu behalten und keine Temporärmitarbeiter zu beschäftigen. Dafür bildet die Firma Hüsler vier Lehrlinge aus. In seiner Freizeit ist Eigensatz leidenschaftlich gerne auf seiner Harley-Davidson unterwegs. </i></p>]]></content:encoded>
			<category>Fokus</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			<author>redaktion@baumeister.ch</author>
			<pubDate>Wed, 10 Apr 2013 09:27:00 +0200</pubDate>
			
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