SBV aktuell
16.05.12  |  

2000 Bündner Arbeitsplätze in Gefahr

Die Zweitwohnungsinitiative trifft die Bündner Bauwirtschaft hart. Verbandspräsident Markus Derungs geht davon aus, dass die Initiative besonders Familien-KMU hart trifft. Regierungsrat Christian Rathgeb bedauert derweil die Gleichgültigkeit der Mittellandkantone.

Bei seinem letzten Auftritt als Präsident des Graubündnerischen Baumeisterverbands hielt Franco Lurati nochmals eine flammende Rede: "Die ohnehin schon strukturschwachen Berggebiete können nicht auch noch einen Wertzerfall ihres bestehenden Immobilienbestandes hinnehmen. Sollte dies eintreten, hat der Bund Schadenersatz zu leisten", sprach er an der Generalversammlung in Lenzerheide Klartext über die drohenden Folgen der Zweitwohnungsinitiative. Dementsprechend dürfe die neue Verfassungsbestimmung für bereits bestehende Wohnbauten nicht gelten. Eine Beschränkung der Verfügungsgewalt des Eigentümers entspräche einem massiven Eingriff in die verfassungsmässig verankerte Eigentumsgarantie und käme für den Eigentümer einer zumindest teilweisen, materiellen Enteignung gleich. "Im Kanton Graubünden hätte dies unabsehbare volkswirtschaftliche Folgen. Dagegen wehren wir uns mit aller Kraft", erklärte Lurati in der Aula der Schulanlage Lenzerheide.

Mehr dazu in der Ausgabe 10/2012 der Schweizer Bauwirtschaft vom 16. Mai 2012


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