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13.09.11  |   SBW

Gewerkschaften provozieren vertragslosen Zustand im Bauhauptgewerbe

Die vom Schweizerischen Baumeisterverband angebotene Verlängerung des Ende Jahr auslaufenden Landesmantelvertrages (LMV) um ein halbes Jahr ist von den Gewerkschaften am Montag in Bern abgelehnt worden. Damit droht im  Bauhauptgewerbe ab 2012 ein vertragsloser Zustand.

Statt die angebotene Verlängerung des bestehenden Landesmantelvertrages anzunehmen, stellen die Vertreter der Gewerkschaften Unia und Syna Bedingungen: sie wollen die Festlegung von bindenden Eckwerten des neuen Vertrages nach ihren Vorstellungen; überdies verlangen sie von den Baumeistern per 1.1.2012 die Zusicherung einer generellen Reallohnerhöhung von 1,9 Prozent - dies bevor die vereinbarungsgemäss jeweils Anfangs Oktober und getrennt vom LMV zu führenden Lohnverhandlungen überhaupt erst angefangen haben.

Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) war bisher stets bereit, über die offenen Punkte im LMV zu verhandeln. Da sich in den bisherigen Verhandlungen eine Einigung innert der verbleibenden Frist aber nicht abzeichnete, bot der SBV den Gewerkschaften im Interesse der Aufrechterhaltung der Sozialpartnerschaft die Verlängerung des geltenden Landesmantelvertrages um sechs Monate an. Damit sollte genügend Zeit zur Verfügung stehen, um zu einem für Arbeitnehmer und Arbeitgeber akzeptablen Verhandlungsergebnis zu gelangen.

Mit ihrem kompromisslosen Verhalten und insbesondere dem wesensfremden Einbezug der Lohnfrage in die LMV-Verhandlungen provozieren die Gewerkschaften einen vertragslosen Zustand im Bauhauptgewerbe, sagt Werner Messmer, der Präsident des Schweizerischen Baumeisterverbandes. „Allein schon das Risiko eines vertragslosen Zustandes überhaupt einzugehen, zeugt von einer Mentalität und einer Einstellung zur Sozialpartnerschaft, die aufs Schärfste zu verurteilen ist“, so Messmer.

 




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Erscheinungsdatum: 8. Mai 2013

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