Berufswerbung ist, nicht zuletzt unter dem Aspekt sinkender Zahlen von Schulabgängern, eine der wichtigsten, permanenten Aufgaben eines Berufsverbandes. In Zusammenarbeit mit den Sektionen und Regionen hat der SBV vor einem Jahr eine breit angelegte Kampagne zur Berufswerbung gestartet. Ueli Büchi, Leiter Berufsbildung, freut sich: «Wir haben das zweite Halbjahr 2012 mit vollem Elan in Angriff genommen.»
Die Berufswerbung ist eine wichtige Aufgabe des SBV. Gemeinsam mit Vertretern der Sektionen und Regionen werden grosse Anstrengungen unternommen, dem Bauhauptgewerbe auch in der Zukunft den dringend benötigten Nachwuchs zu sichern. Zwei Aspekte stehen im Vordergrund, wie Ueli Büchi, Leiter Berufsbildung im SBV, betont: «Wir wollen das leider nicht so berauschende Image der Bauberufe in der Öffentlichkeit nachhaltig korrigieren und den vor der Berufswahl stehenden Jugendlichen aufzeigen, wie spannend, attraktiv und erst noch vorzüglich entlohnt unsere Bauberufe sind und wie interessant und vielfältig die Weiterbildungs- und Aufstiegschancen.»
Seit einem Jahr unterstützt der Slogan «Baue deine Zukunft» diese wichtigen Aspekte. Das Logo wurde nun leicht überarbeitet und bewirbt ab sofort und in allen Landessprachen sämtliche Lehrberufe des Bauhauptgewerbes. «Ein wichtiger Schritt», betont Ueli Büchi, «denn mit der einheitlichen Dachmarke wird die Vielfalt der Berufe im Bauhauptgewerbe transparent – und dies flächendeckend in allen Landesteilen.»
Dies wird auch im Internet deutlich: www.bauberufe.ch bildet neu die Web-Plattform für sämtliche Lehrberufe im Bauhauptgewerbe. «Integriert ist eine täglich aktualisierte Lehrstellenbörse», freut sich Ueli Büchi. Zudem haben Unternehmen die Möglichkeit, ein Firmenporträt aufzuschalten. www.bauberufe.ch steht in Deutsch, Französisch und Italienisch zur Verfügung und wird kontinuierlich optimiert. «Sukzessive werden die Regionen, Sektionen und die dem SBV angeschlossenen Fachverbände sowie viele Unternehmen auf ihren Websites konsequent auf bauberufe.ch verlinken», wünscht sich der Leiter der Berufsbildung SBV.
Im Wissen, dass Jugendliche heute ihre Lehrstelle meist im Internet suchen, ist der SBV auf den beiden elektronischen Plattformen yousty.ch und gateway-junior.org präsent. Dort werden sämtliche Lehrberufe des Bauhauptgewerbes vorgestellt. Unternehmen können auf yousty.ch mit einem eigenen elektronischen Profil über 12 000 registrierte Schüler erreichen und eigene Lernende als Botschafter für die Lehrberufe auf dem Bau einsetzen.
Gateway ist ein neues Online-Portal, das Lehrbetriebe und Jugendliche zusammenführt. Lehrstellensuchende können kostenlos ihr Online-Bewerbungsdossier zusammenstellen. Auf der anderen Seite präsentieren sich die Lehrbetriebe und publizieren ihre Lehrstellen. Gegen zusätzliche Gebühren können sie gezielt nach Bewerbern aller Schultypen suchen, welche die Anforderungen für die offenen Lehrstellen auf dem Bau erfüllen. Weitere Berufswerbungsmittel in PlanungDerzeit stehen neben den bereits bestehenden Broschüren für Jugendliche sowie Plakaten, Blachen und Werbegeschenken für Ausstellungen und Berufsmessen verschiedene zusätzliche Mittel in Planung oder befinden sich in Produktion.
So werden unter anderem das Bauberufe-Magazin, die Kurzinformation «Bauberufe von A – Z» sowie das Schnupperlehre-Tagebuch neu aufgelegt. Sodann stehen in Kürze zu den Berufen Maurerin/Maurer bzw. Baupraktikerin/Baupraktiker neue Videos zur Verfügung und mit einem Kino-Spot wird demnächst in allen Regionen für die Berufe des Bauhauptgewerbes geworben. «Nicht zuletzt soll in absehbarer Zeit, mit Blick auch auf Medienbedürfnisse, eine stets aktuelle Datenbank entstehen, in der Bilder zur Verfügung stehen, die ebenfalls für unsere Berufe werben», ergänzt Ueli Büchi.
Vor kurzem wurden zu diesem Zweck in Fribourg weitere Sujets fotografiert. Ueli Büchi: «Auch dieses Angebot wird selbstverständlich sukzessive ergänzt.»«Das Bauhauptgewerbe ist die wichtigste Industrie unseres Landes. Ohne «die Leute vom Bau» geht gar nichts», gibt Ueli Büchi zu bedenken. «Es gäbe beispielsweise keine Verkehrsverbindungen, keine Wohnhäuser, keine Büros, aber auch keine Schulen, Spitäler oder Sportplätze, und», lacht der Leiter Berufsbildung des SBV, «auch keine Discos, Kinos und andere Freizeiteinrichtungen.» Ueli Büchi: «Es lohnt sich also fürwahr, sich für unsere Berufe und einen gut qualifizierten Nachwuchs einzusetzen, damit auch in Zukunft die anerkannt hohe Qualität unserer Bauten realisiert werden kann.»
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