Nidwalden: Deutlich mehr recycelter Bauabfall

Der Kanton Nidwalden hat seine Abfall- und Deponieplanung überarbeitet. Während die Siedlungsabfälle dank der Sackgebühr zurückgegangen sind, neigen sich die Restlaufzeiten von Deponien für Bauabfälle zwischen 2026 und 2041 dem Ende.

Bei den Bauabfällen wird rund ein Viertel in den lokalen Bauschuttaufbereitungsanlagen zu Recyclingbaustoffen aufbereitet oder thermisch verwertet (Altholz). Die übrigen 75 Prozent werden abgelagert. Die Menge an Bauabfällen ist in den vergangenen Jahren in etwa konstant geblieben. Seit der letzten Abfallplanung konnte jedoch der als Recyclingbaustoffe wiederverwertete Anteil von 8 auf 21 Prozent gesteigert werden.

Unverschmutzter Aushub als grösstes Segment bei den mineralischen Bauabfällen wird auf der zentralen Aushubverwertungsstelle zur Wiederauffüllung und anschliessenden Rekultivierung der Kiesgrube Ännerberg in Oberdorf verwertet. Leicht belastete mineralische Bauabfälle werden auf der Deponie im Rotzloch abgelagert. Die Deponie Cholwald ist auf stärker verschmutztes Material ausgelegt.

Auf Grund der langen Planungs- und Projektierungshorizonte für Deponien und die allmähliche Verfüllung der bestehenden Anlagen wird bereits heute an Nachfolgelösungen gearbeitet. Bei der Deponie Cholwald ist eine Erweiterung um 521 000 Kubikmeter am bestehenden Standort vorgesehen. So könnte ein Deponievolumen für weitere 15 bis 20 Jahre sichergestellt werden. Bei den Ablagerungsstellen für unverschmutztes und wenig belastetes Material liegt der Fokus mittel- bis langfristig vor allem auf der Wiederauffüllung von Materialentnahmestellen in Form von Deponien.