Gebäude mit einer Fassade aus Fotobeton

Fotobeton ist in Skandinavien etabliert, bei uns jedoch weitgehend unbekannt. Beim Erweiterungsneubau und der Modernisierung des Barkhausenbaus der TU Dresden kam er zum Einsatz. 

Der Barkhausenbau der TU Dresden hat den Charme und die Ausstrahlung der 50iger und 60iger Jahre-Architektur. Unauffällig gelang die Integration eines neuen Südflügels nach vorangegangenem Teilabbruch und eine Aufstockung um dann zwei Etagen. Der Blickfang ist aber das neu errichtete Laborgebäude für Nano-Analytik, des Center for Advancing Electronics Dresden (CfAED). Im Inneren lassen Forscher unter modernsten Elektronenmikroskopen kleine Dinge einzigartig gross werden. Da ein bedingt fensterloses Funktionsgebäude eigentlich unspektakulär daherkommt, haben die Architekten sich für einen ganz besonderen Fassadenentwurf entschieden. Die circa 200 Quadratmeter grosse Hauptansicht werten sie mit einer Fotobetonfassade auf. Gesteigert wird das Ganze noch einmal, indem sie kleine Blumen riesengross auf die gesamte Fassade projizieren. Somit spiegelt die Fassade auch sinnbildlich das wider, was im Inneren des Forschungsgebäudes technisch praktiziert wird. Möglich gemacht wird dies durch die Technik des Fotobetons, die es seit den 1980er Jahren gibt, die aber ausserhalb von Skandinavien sehr selten praktiziert wird.