Bauhauptgewerbe: goldener Einstieg und rasche Karriere

Im jungen Alter gutes Geld verdienen, schnell Karriere machen, Verantwortung übernehmen: Das können junge Frauen und Männer im Bauhauptgewerbe.

Der Mindestlohn nach einer dreijährigen Lehre zum Maurer oder Strassenbauer liegt bei 5553 Franken pro Monat. Der Mindestlohn für Coiffeure hingegen beträgt gut 1750 Franken pro Monat weniger. Auch Schreiner und Maler verdienen monatlich rund 700 bis 800 Franken weniger als Maurer. Dies gilt bloss für den Mindestlohn – die effektiven Löhne im Bauhauptgewerbe sind noch deutlich höher. Tatsächlich bekommt der Maurer nach Lehrabschluss nicht 5553 Franken pro Monat, sondern im Durchschnitt sogar 5990 Franken. Aber es gibt nicht nur 12, sondern 13 Monatsgehälter. Der Jahreslohn inklusive des 13. Monatsgehalts liegt damit bei rund 78 000 Franken. Spesen, etwa für das Mittagessen, sind in diesem Betrag noch nicht einmal eingerechnet.

Nicht schlecht für anfangs 20. In diesem Alter erhalten viele andere junge Erwachsene deutlich weniger Gehalt. Studenten etwa müssen schauen, wie sie über die Runden kommen. Damit hat der Maurer aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Er kann aufsteigen: zum Vorarbeiter, Polier, Bauführer und schliesslich Baumeister. Es gibt nicht wenige Maurer, die bereits mit 25 oder noch jünger zum Vorarbeiter aufsteigen. Polier, Bauführer oder gar Baumeister kann man schon vor dem 30. Lebensalter sein. Es gibt nur wenige Berufe, in denen man so schnell Karriere machen kann.

Mit jeder Stufe übernimmt man mehr Verantwortung, leitet grössere Teams und Bauprojekte. Demensprechend steigt auch der Lohn. Während der EFZ-Maurer effektiv 5553 Franken pro Monat erhält, verdient der Vorarbeiter bereits 6634 Franken und der Polier 7710 Franken.

Auf das Jahr hochgerechnet und einschliesslich dem 13. Monatsgehalt ergibt dies über 86 000 Franken für den Vorarbeiter und mehr als 100 000 Franken für den Polier.

Martin Maniera