Marti liess über 300 Menschen mit Beeinträchtigung strahlen

Die Zürcher Bauunternehmung Marti AG lud am 19. Juni 2019 bereits zum 13. Mal zum Marti Erlebnistag ein. Über 300 Personen mit Beeinträchtigung in Begleitung von gut 90 Betreuungspersonen hatten sich frühzeitig angemeldet, um diesen Event auf keinen Fall zu verpassen.

Mit dem Car oder dem öffentlichen Verkehr reisten über 300 Männer und Frauen mit Beeinträchtigung zum Amphitheater in Hüntwangen an. Es erwartete sie ein spektakuläres Programm, von dem sie wohl noch lange träumen werden. Beeindruckende Oldtimer-Traktoren säumten den Anfahrtsweg zum grossen Festzelt, in dem die Gäste herzlich willkommen geheissen wurden. Jeder erhielt am Empfang einen Badge um den Hals gehängt, ein Cap und ein T-Shirt in grüner Farbe in die Hände gedrückt und ein «Viel Spass» auf den Weg. Und der Spass war garantiert!

Etliche Lernende von auswärtigen Institutionen, Freunde und Bekannte von Marti-Mitarbeitenden sowie die Lernenden der Marti AG unterstützen jeweils diesen besonderen Tag. Sie sind die fleissigen Bienen hinter dem Buffet und dem Grill, an den Posten des Bauparcours und überall sonst wo Hilfe nötig ist.

Der Weg durchs Zelt versprach kulinarische Genüsse wie Pizza, Würste, Popcorn und Cornet-Glace. Auch der Clown mit seinen Ballonkünsten und Airbrush-Tattoos zog die Gäste in den Bann. Verliess man das Zelt auf der anderen Seite stand man mitten in einem Bau-Parcours, der mit voller Hingabe und Feingefühl den anwesenden «Schnuppergästen» das Bauen näherbrachte. Beim Nageln, Mauern und Sägen war Exaktheit gefragt, beim Baggern und Schaufeln das Fingerspitzengefühl, beim Steuern des Dumpers und des Rammax die Geschicklichkeit. Es wurde fleissig geübt, ausprobiert und Punkte gesammelt. Alle Posten wurden von Lernenden der Marti AG geführt und an jedem wurden Geschicklichkeitspunkte vergeben, die auf dem Badge notiert wurden. Die Marti AG hatte im Vorfeld bekannt gegeben, dass sie umso mehr an die Institution «Denk an mich» spenden würde, umso mehr Punkte gesammelt würde. Dies war ein grosser Ansporn für die Gäste, die Posten zu absolvieren.

Auch dieses Jahr hat sich die Marti AG etwas Spezielles einfallen lassen, und zwar unter dem Motto «Landwirtschaft». Mit dem «Chlapf-Taxi», einem umgebauten Einachser, durften sich die Besucher, wenn sie wollten, in die Arena führen lassen. Unten auf der Wiese ging der Spass gleich weiter. Das Wegrollen eines grossen Strohballens erforderte kräftige Schultern, beim Werfen von Stiefeln war die Zielgenauigkeit gefragt und auf eine Ausfahrt auf einem Traktor mit Rundballenpresse musste man auch nicht verzichten. Auch die Melkkuh war ein Renner, welcher bei richtiger Technik, echt wirkende Milch von sich gab. All die gewaltigen Landwirtschaftsmaschinen boten eine grandiose Kulisse des «Landwirtschaftspostens», welcher von Bauern aus der Region organisiert und auch gleich betrieben wurde. Man konnte verschiedene Kreiselmäher, eine Rundballenpresse, eine Sähkombination und sogar einen Mähdrescher hautnah bewundern und versuchen die Maschinen der richtigen Bezeichnung zuzuordnen.

Und wie jedes Jahr war auch die Kantonspolizei mit ihren blau-weissen Polizeifahrzeugen vor Ort. Für ein Foto in einem Polizeiauto oder auf einem BMW-Motorrad stand man auch gerne mal Schlange. Und wenn das noch nicht genug wäre, konnte man auch eine Kutschenfahrt unternehmen oder mit den Quads einen Kurs über das weitläufige Gelände befahren.

Mägie Eisenegger/Foto Edwin Moller, freischaffender Fotograf