LafargeHolcim: Weniger CO2, mehr Abfallrecycling

LafargeHolcim hat seinen Nachhaltigkeitsbericht publiziert. Der Bericht gibt einen Überblick zum ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistungsausweis des Konzerns sowie den Zielen in den vier strategischen Themenfeldern Klima & Energie, Kreislaufwirtschaft, Umwelt und Gemeinden.

2018 hat LafargeHolcim die CO2-Emissionen um netto 1 Prozent auf 576 Kilogramm pro Tonne gesenkt. Dies entspricht einer Reduktion von 25 Prozent gegenüber 1990. Die Verbesserungen wurden erreicht durch ein geringeres Klinker-Zement-Verhältnis sowie weniger Energieverbrauch pro Tonne Zement, indem mehr alternative Brennstoffe eingesetzt und die Energieeffizienz der Prozesse erhöht wurde.

Kreislaufwirtschaft: Abfälle für die Herstellung von Baumaterialien

2018 hat LafargeHolcim 52 Millionen Tonnen Abfälle wiederverwertet. Die Menge entspricht mehr als zehn Mal dessen, was die Schweizer Haushalte pro Jahr an Abfall erzeugen. Mit diesem Anstieg von 6 Prozent zum Vorjahr gehört LafargeHolcim zu den weltweit grössten abfallverarbeitenden Unternehmen. Mehr als 11 Millionen Tonnen und damit 10 Prozent mehr als im Vorjahr wurden von Geocycle verwendet, dem weltweiten Waste-Management-Bereich von LafargeHolcim. Zum Einsatz kamen die Abfälle für die Co-Processing-Technologie, hauptsächlich als Brennstoffe für die Zementöfen und alternative Rohmaterialien. Durch den Prozess können natürliche Ressourcen geschont und der Ausstoss von Treibhausgasen verringert werden.

Lösungen für das Plastikabfallproblem

LafargeHolcim nutzt zudem vermehrt Plastikabfälle und verstärkt seine Anstrengungen, damit weniger Plastik in die Ozeane gelangt. 2018 hat das Unternehmen rund 2 Millionen Tonnen Plastik in seinen Zementwerken wiederverwendet. In Mexiko, Ägypten und Marokko, wo besonders viel Plastik ins Meer gelangt, wurden zudem spezielle Abfallprogramme lanciert. Geocycle unterstützt in diesem Zusammenhang verschiedene Kommunen dabei, den Umgang mit Hauskehricht zu verbessern. Dies gilt als einer der wirksamsten Wege um zu vermeiden, dass Plastik in die Ozeane gelangt. In den drei Ländern hat LafargeHolcim begonnen, Systeme zur Sammlung und Wiederverwertung von Abfällen zu etablieren, die besonders leicht in die Weltmeere gelangen. Dabei konzentriert sich LafargeHolcim darauf, den informellen Sektor einzubinden, das Bewusstsein für die Problematik zu steigern sowie einen Dialog rund um regulatorische Rahmenbedingungen zu initiieren.

2018 stärkte LafargeHolcim zudem weiterhin seine Anlagen zum Abfallmanagement an verschiedenen Standorten. Im indischen Madukkarai wurde eine neue Anlage zur Vorbehandlung von Abfällen installiert, während weitere bestehende Systeme in Mexiko, Ecuador, Brasilien, Argentinien, der Tschechischen Republik, Bulgarien, Indien, Kanada, Spanien und Deutschland erneuert wurden. Ziel ist es, so die Volumen in 2019 weiter zu erhöhen.

LafargeHolcim fördert die Kreislaufwirtschaft innerhalb seiner gesamten Aktivitäten. Co-Processing steht dabei für die gleichzeitige Wiederverwertung der Energie und der Nutzung der mineralischen Bestandteile von Abfall und ist eine bewährte Technologie, die LafargeHolcim in seinen Werken nutzt. Anders als herkömmliche Methoden der Abfallverwertung bleiben dabei keine Rückstände übrig, da die Asche in den Klinker integriert wird. Geocycle arbeitet mit verschiedenen Branchen zusammen, um deren Abfälle in der Zementherstellung nutzen zu können. So landet der Abfall nicht auf Deponien oder in Kehrichtverbrennungsanlagen, sondern wird nachhaltig verwertet. 2018 haben einige der Werke von LafargeHolcim so bereits mehr als 90 Prozent ihrer fossilen Energieträger ersetzt.

Zudem hat LafargeHolcim 41 Millionen Abfälle aus anderen Industrien genutzt, um den Klinkeranteil in seinem Zement zu senken. Dazu gehörten Schlacke aus der Stahlerzeugung oder Flugasche aus der Stromproduktion. Durch die Reduktion des Klinkeranteils kann LafargeHolcim die CO2-Intensität der Zementherstellung reduzieren.