Gute Umsätze trotz schwierigem Umfeld

Der Baumeisterverband Unterwalden hat trotz schwierigem Umfeld ein solides Jahr hinter sich. Die Umsätze der Firmen stiegen sogar leicht an. Im Vorstand kam es zu einem Wechsel: Michi Waser ersetzt den zurückgetretenen Peter Berwert.

Was das Bauvolumen angeht, blicken die Zentralschweizerischen Baumeisterverbände generell auf ein stabiles Jahr 2018 zurück. Schwierig sei die Situation allerdings im Wohnungsbau, steht doch heute jede vierzigste Wohnung leer, wie Matthias von Ah, Präsident des Baumeisterverbandes Unterwalden (BVUW), anlässlich der Generalversammlung im Höhenhotel Seeblick in Emmetten festhielt. Die Firmen im Verbandsgebiet erzielten 2018 einen Umsatz von 221,6 Mio. Franken, was einem Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die rückläufige Entwicklung beim Arbeitsvorrat und bei den Auftragseingängen lässt aber auf ein schwieriges Jahr 2019 schliessen. In Sachen Landesmantelvertrag (LMV) ist nun endlich Ruhe eingekehrt. Nach zähen Verhandlungsrunden übers ganze Jahr hinweg wurde das ausgehandelte Paket an der ausserordentlichen Delegiertenversammlung vom 19. Dezember 2018 in Olten gutgeheissen. Die wichtigsten Eckpunkte: 80 Franken mehr Lohn für 2019 und 2020, beim FAR arbeitnehmerseitig 0,5% höhere Beiträge ab April 2019 und 0,25% für 2020.

Wechsel im Vorstand

Im Vorstand des BVUW kam es an der Generalversammlung zu einem Wechsel. Peter Berwert, gleichzeitig stellvertretendes Mitglied der SBV-Delegiertenversammlung und Delegierter des kantonalen Gewerbeverbandes Obwalden, wurde nach 20 Jahren Vorstandsarbeit verabschiedet. An seine Stelle wählte die Versammlung neu Michi Waser (Waser Bau GmbH, Alpnach). Die übrigen Vorstandsmitglieder Matthias von Ah (Präsident), Walter Gut, Jörg Lütolf, Urs Niederberger und Hans Krummenacher wurden in ihren Ämtern bestätigt. Zudem konnten mit Daniel Niederberger (Bürgi AG, Alpnach) und Silvan Niederberger (Riva AG, Buochs) zwei frisch gebackene Baumeister geehrt werden.

News vom Baudirektor

Zu den grossen Herausforderungen der Baubranche gehört weiterhin die Nachwuchsförderung. Die Zahl der neueintretenden Lernenden ist wie in der übrigen Schweiz seit einigen Jahren rückläufig. Kurt A. Zurfluh, Geschäftsführer der Zentralschweizerischen Baumeisterverbände, ersuchte die Versammelten, jede Gelegenheit wahrzunehmen, um bei den Jugendlichen Werbung für die attraktiven Lehrberufe und die guten Aufstiegsmöglichkeiten zu machen. Nach den Ausführungen von Dr. Benedikt Koch, Direktor des Schweizerischen Baumeisterverbandes, zum Informationssystem Allianz Bau (ISAB), zum neuen Gesamtarbeitsvertrag und zum Masterplan «SBV-Berufsbildung 2030» berichtete Nidwaldens Baudirektor Josef Niederberger über die anstehenden Projekte im Hoch- und Tiefbau sowie über die zu erwartenden Herausforderungen.

Livia Müller

Auf dem Foto sieht man das neue Vorstandsmitglied Michi Waser, Nidwaldens Baudirektor Josef Niederberger, SBV-Direktor Benedikt Koch und BVUW-Präsident Matthias von Ah (von links). (Bild apimedia)