Leicht rückläufiges Baujahr 2018 – positive Aussichten für 2019

Die Umsätze im Schweizer Bauhauptgewerbe sind 2018 3.5 Prozent tiefer ausgefallen als im guten Baujahr 2017. Was positiv stimmt: Die Auftragseingänge und der Arbeitsvorrat haben im zweiten Halbjahr wieder angezogen. Auf Ende 2018 konnte bei den Arbeitsvorräten eine Zunahme von 7.3 Prozent verzeichnet werden, was insbesondere dem öffentlichen Tiefbau und dem Wirtschaftsbau zu verdanken ist. Beim Wohnungsbau war die Bautätigkeit wie im Vorjahr leicht rückläufig. Dies geht aus der neusten Quartalsstatistik des Schweizerischen Baumeisterverbands hervor.

Das Baujahr 2018 war von einem moderaten Rückgang der Umsatzzahlen geprägt, schreibt der Schweizerische Baumeisterverband SBV. Das Bauhauptgewerbe habe 20.06 Milliarden Franken Umsatz erzielt, 3.5 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Umsatz entwickelte sich mit Ausnahme des Wirtschaftsbaus in allen Sparten rückläufig. Im 4. Quartal 2018 fiel der Umsatzrückgang im Vergleich mit dem Vorjahr mit -5.8 Prozent leicht stärker aus als im Jahresschnitt, was aber sicher zum Teil auf die milderen Temperaturen im Vorjahreszeitraum zurückführbar ist.

Weitere Konsolidierung beim Wohnungsbau

Die Nachfrage nach neuen Wohnungen ist rückläufig. Die Konsolidierung im Wohnungsbau schlägt sich in der Statistik mit einem Umsatzminus von -6.7 Prozent im Jahr 2018 nieder. Diese Entwicklung setzt sich gemäss der Quartalserhebung auch in den kommenden Monaten fort. Die Auftragseingänge im Wohnungsbau im 4. Quartal 2018 verzeichnen ein Minus von 4.2 Prozent.

Deutliches Plus bei Auftragseingängen und Arbeitsvorrat

Bezogen auf den gesamten Baumarkt im Bauhauptgewerbe sind die Aussichten für die kommenden Monate positiv. Auftragseingänge und Arbeitsvorrat haben im zweiten Halbjahr wieder angezogen. Auf Ende 2018 verzeichnet das Bauhauptgewerbe bei den Arbeitsvorräten ein Plus von 7.3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, was insbesondere dem öffentlichen Tiefbau und dem Wirtschaftsbau zu verdanken ist. Ähnlich positiv stimmen auch die Auftragseingänge, bei welchen ein Plus von 9.6 Prozent verzeichnet werden kann.

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