Bondo soll wiederaufgebaut werden

Das «Schutzbautenprojekt Bondo» beinhaltet den Wiederaufbau und den Schutz der Dörfer Bondo, Sottoponte und Spino. Hierfür schreibt die Gemeinde Bregaglia einen Projektwettbewerb für die Erneuerung diverser Verbauungs- und Verkehrsanlagen bei Bondo aus. Das Projekt wird im Verbund zwischen der Gemeinde Bregaglia und dem Kanton Graubünden durchgeführt.

«Am Zugang zum Bondasca-Tal, im Schatten des Pizzo Badile, liegt auf 823 m ü. M. ein kleines zauberhaftes Dörfchen – Bondo», heisst es auf der Seite von Bregaglia Engadin Turismo. Der Bergsturz am Piz Cengalo vom 23. August 2017 und die nachfolgenden Murgänge führten in den Ortschaften Bondo, Sottoponte und Spino zu einer Zerstörung von grossem Ausmass. Verschiedene Strassen und Brücken, die Wasser- und Stromversorgung sowie mehrere Gebäude wurden beschädigt oder ganz zerstört. Diese Ereignisse lösten bei der einheimischen Bevölkerung grosse Betroffenheit aus und stiessen schweizweit auf beachtenswerte Resonanz. Unmittelbar nach den Geschehnissen begannen die Behörden von Gemeinde und Kanton mit Sofortmassnahmen und der Planung des Wiederaufbaus. Mit einem Schutzbautenprojekt soll der Gemeinde ein Stück dörflicher Struktur und ihre Identität zurückgegeben werden. Gesucht sind Lösungen, welche sich in das historische und schützenswerte Orts- und Landschaftsbild optimal integrieren. Mit diesem Projektwettbewerb wird die Grundlage für den bevorstehenden Wiederaufbau der benötigten Infrastrukturen geschaffen.

Der Projektwettbewerb für die Neugestaltung
Gegenstand des Projektwettbewerbs ist die Ausarbeitung eines Lösungsvorschlags für die landschaftsarchitektonische Gestaltung der Verbauungsanlagen sowie für die verschiedenen neuen Verkehrsanlagen und deren gestalterische Integration in den Freiraum und das Ortsbild. Die Auftraggeberin ist die Gemeinde Bregaglia. Das Verfahren wie auch die weitere Planung und Realisierung erfolgen in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Graubünden.

Das Verfahren
Es wird ein Projektwettbewerb im selektiven Verfahren durchgeführt. Aufgrund der Aufgabenstellung sind Teams gesucht, welche die Fachbereiche Wasserbau, Bauingenieurwesen mit Strassen- und Brückenbau sowie den Fachbereich Landschaftsarchitektur und Städtebau abdecken. In der ersten Phase findet die Präqualifikation statt, das heisst aus den Bewerbungen werden die bestgeeigneten Teams vom Preisgericht bestimmt. In der zweiten Phase reichen die zugelassenen Bewerber ihre Projektideen ein. Teilnahmeberechtigte können sich bis am 5. April 2019 für die Qualifikation am Projektwettbewerb bemühen. Die Bekanntgabe der Ergebnisse der präqualifizierten Teams erfolgt bis Ende April 2019. Die Resultate der zweiten Phase sind auf Ende November 2019 vorgesehen.