Aus Maurern wurden Baupoliere

Vierundzwanzig junge Maurer erhielten am 18. Dezember 2018 im Rahmen einer Feier aus den Händen von Rolf Böller, VR-Präsident der Baukaderschule BSU AG, ihre Diplome als Baupoliere. Sie haben alle ihre anderthalbjährige Ausbildung mit Unterricht und Praktikum erfolgreich abgeschlossen. Künftig werden sie auf ihren Baustellen als Teamleiter Verantwortung übernehmen.

Rolf Böller begrüsste die frisch diplomierten Poliere und ihre Angehörigen im Gasthof zum Schützen in Aarau. Dabei wies er darauf hin, dass er selber vor rund dreissig Jahren, auf dem Weg zum Bauführer, eben dieses Diplom als Polier erworben habe. «Die Lehrer unserer Schule haben Sie in den verschiedenen Fachgebieten unterrichtet und Sie zu Baupolieren geformt», sagte Böller und bedankte sich bei der Lehrerschaft für deren Einsatz. Er freue sich, dass sämtliche Absolventen die Schlussprüfungen bestanden hätten.

Vor der Übergabe der Diplome richtete Martin Kummer, Präsident des Baumeisterverbandes Aargau, eine Grussbotschaft an die Diplomanden. Kummer, der selber die klassische Bau-Laufbahn vom Polier über den Bauführer zum Baumeister absolviert hat, wagte einen Blick in die Zukunft des Baugewerbes. Ein Höhepunkt des aktuellen Baubooms sei wohl erreicht, sagte Kummer, aber die Entwicklung gehe immer weiter. Dabei wies er insbesondere auf die Digitalisierung im Bauwesen hin: «Nicht nur Maschinen werden mit GPS gesteuert, auch das Polierbüro auf der Baustelle und das Rapportwesen werden digital.» Er ermunterte die jungen Poliere, weiterhin vollen Einsatz zu leisten und sich stetig weiterzubilden.

Schulleiter Denis Fischer übergab die Diplome und sagte: «Wir sind beeindruckt von Ihrem Einsatz.» Die Aufgabe des Poliers sei keine leichte, Poliere seien heute gleichzeitig Teamleiter, verantwortlich für Arbeitssicherheit, die Termine und die Finanzen auf der Baustelle.

Zum Schluss wurden die drei Diplomanden mit den besten Abschlüssen geehrt. Sie durften einen von den Jura-Cement-Fabriken gespendeten Barpreis entgegennehmen. Ausgezeichnet wurden Kay Boss (Note 5,32), Angelo Guetg (5,22) und Marco Gerhard (5,20).