Skandalös: Gewerkschaften streben systematischen Sozialmissbrauch an

Die Gewerkschaften wollen ab 2019 die Bauarbeiter auf Kosten der Arbeitslosenkasse überwintern lassen. Die Forderung der Gewerkschaften, dass im Winter die Schlechtwetterversicherung der Arbeitslosenkasse die Lohnkosten für die Mitarbeitenden übernehmen soll, ist nichts anderes als Anstiftung zum Sozialmissbrauch. Diesen skandalösen Vorschlag haben Gewerkschaftsfunktionäre in der Verhandlungsrunde von dieser Woche über den Landesmantelvertrag des Bauhauptgewerbes (LMV) gemacht.

Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) hat dieses anstössige Angebot bereits während den Verhandlungen klar zurückgewiesen. Um seine ablehnende Haltung zur Idee der Gewerkschafter klar und deutlich auszudrücken, fordert der SBV in einem Brief die Unia-Präsidentin Vania Alleva und den Syna-Präsidenten Arno Kerst dazu auf, sich öffentlich von diesen skandalösen Vorschlägen zu distanzieren und ihre Verhandlungsdelegation entsprechend zu instruieren.

Der Schweizerische Baumeisterverband sieht sich als bedeutende Schweizerische Arbeitgeberorganisation in der Verantwortung, Sozialmissbrauch zu verhindern, wie er in einer Mitteilung schreibt. Dass nun eine 20-köpfige Verhandlungsdelegation genau solche Ideen als nationale Lösung für die ganze Branche anpreist, sei schlicht nicht akzeptabel. Für den SBV war und ist es keine Option, durch einen zu starren LMV die Allgemeinheit über die Arbeitslosenkasse systematisch zu belasten. Wenn von den Gewerkschaften weiterhin solche Anstiftungsvorschläge für den Sozialmissbrauch eingebracht werden sollten, sähe sich der Baumeisterverband gezwungen, die Verhandlungen über einen neuen LMV vorübergehend zu sistieren, teilt er mit.