Sika investiert in einen attraktiven Markt: Kasachstan

Das Gebäude heisst zwar Abu Dhabi Plaza – im Bild -, gebaut wird es aber nicht in den Emiraten, sondern in Astana, in Kasachstan. Es soll nach seiner Fertigstellung mit 382 Metern und 75 Etagen das höchste Gebäude Zentralasiens sein. Das passt, denn Kasachstan ist derzeit die stärkste Volkswirtschaft Zentralasiens. Das ist nicht genug, das Land will wirtschaftlich noch zulegen. Der Schweizer Konzern Sika baut darum seine Präsenz in Kasachstan aus.

Im Dezember 2012 stellte der Präsident Nursultan Nasarbajew die Strategie «Kasachstan 2050» vor, in der langfristigen Vorgabe für die Entwicklung des Landes formuliert werden. Ziel der Strategie ist der Aufstieg Kasachstans in die Gruppe der 30 am meisten entwickelten Staaten der Welt. Neben einer geringen Neuverschuldung und einer Neuausrichtung der Energieversorgung – angestrebt wird eine grössere Unabhängigkeit vom Erdöl – ist insbesondere die Modernisierung und Diversifizierung der Wirtschaft ein wichtiges Ziel der neuen Wirtschafts- und Finanzpolitik. Die Bauwirtschaft ist für 5,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verantwortlich. Schätzungen gehen davon aus, dass die Bauindustrie 2018 um ebenfalls 5,9 Prozent und bis 2022 jährlich im Schnitt um 4,9 Prozent wachsen wird.

Besonders attraktive Märkte sind die Hauptstadt Astana und der Westen Kasachstans: Allein in den letzten drei Jahren flossen rund 17 Milliarden US-Dollars in den sehr dynamischen Baumarkt in Astana. Grossprojekte wie die neue Stadtbahn von Astana (LRT) und das Abu Dhabi Plaza Gebäude haben einen hohen Betonbedarf. Dasselbe gilt für die Öl- und Gasindustrie in der Region um Atyrau. Ein Beispiel ist der Prorva Erschliessungskanal, der eines der grössten Ölfelder der Region, das Tengiz-Feld, mit dem Kaspischen Meer verbinden wird.

Der Schweizer Bauzulieferer Sika baut nun seine Präsenz in Kasachstan aus und stärkt die Position in zwei boomenden Regionen des Landes. Zusätzlich zur bestehenden Produktion in Almaty im Südosten des Landes werden in der Hauptstadt Astana und in Atyrau im Westen gleichzeitig zwei weitere Produktionswerke für Betonzusatzmittel in Betrieb genommen. Ivo Schädler, Regionalleiter EMEA: «Mit Astana und Atyrau erschliessen wir zwei vielversprechende, regionale Märkte. Das wird unser Wachstum in Kasachstan beschleunigen. Gleichzeitig stärken die neuen Produktionswerke unsere Wettbewerbsposition, da wir vor Ort bei unseren Kunden und mit einer optimierten Supply Chain produzieren können.»