Wie entwickeln sich zunehmend wachsende Städte?

Unter dem Titel «Sozial gerechte, dichte und Mobilitätstaugliche Ballungsräume – eine Herausforderung für die Architektur» führte Grohe seine Dialogreihe
«trends thesen typologien» am 11. September 2018 im Kunsthaus Zürich fort. Dabei diskutierten renommierte Entscheidungsträger mit internationaler Planungserfahrung über die Herausforderungen zukünftiger Stadtplanungen. Es ist bereits das dritte Mal in Folge, dass Grohe mit seiner Dialogreihe in dieser Location gastierte, nach erfolgreichen Veranstaltungen in 2016 und 2017.

Peter Schmid, Geschäftsführer von Grohe Switzerland SA und Sabine Gotthardt, Director Business Development Architecture & Real Estate der Grohe Deutschland Vertriebs GmbH, betonten in ihrer Ansprache, dass es Grohe als weltweiter Partner von Architekten ein Anliegen ist, die Entwicklungen in der Architektur und Baubranche zu verfolgen und zu begleiten und Architektur als so bedeutenden Teil unserer Baukultur kontinuierlich zu fördern und zu thematisieren.

Städtebauliche Planungen bewegen sich zunehmend weg von den Zentren dichter urbaner Räume. Dies stellt Architekten wie Stadtplaner, Experten anderer Planungsbereiche sowie die Politik vor zahlreiche Herausforderungen: Von der Infrastruktur und Verkehrsplanung, bis hin zum Wohnraum und kultureller Vielfalt gilt es viele Faktoren zu berücksichtigen. Umso spannender war die Diskussion mit renommierten Referenten wie Balz Halter, Hauptaktionär und Verwaltungsratspräsident der Halter AG, führendes Unternehmen für Bau- und Immobilienleistungen in der Schweiz. Eine weitere Referentin war Petra Meng von illiz architektur, deren Tätigkeitsschwerpunkt in der Entwicklung zeitgenössischer Quartierskonzepte im Rahmen der städtischen Nachverdichtung sowie in der Planung von leistbarem und leistungsfähigem Wohnraum liegt. Neben Professor Christoph Mäckler von Mäckler Architekten, der als vielfach ausgezeichneter renommierter deutscher Architekt und als Direktor und Begründer des deutschen Instituts für Stadtbaukunst zahlreiche Städte berät, vervollständigte Murat Tabanlioglu von Tabanlioglu Architects das Podium. Letzter ist überzeugt, dass für die Stadt der Zukunft etwas Besseres geplant werden muss. Dichte sei ja ganz schön und kann auch spannend sein, aber nach Auffassung von Tabanlioglu brauchen wir jetzt andere Räume, andere Beziehungen, mehr Schatten und weniger enge Räume. Er sieht die Notwendigkeit einer fundamentalen Veränderung der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Investoren unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft und der Bewohner.

Während der Podiumsdiskussion zeigte sich, dass alle Referenten ihre eigene Perspektive auf Städte haben und unterschiedliche Ansätze verfolgen. Balz Halter setzt sich ein für eine polyzentrale Stadt. Petra Meng fokussierte sich ebenfalls auf Wachstumspotenziale an der Peripherie, während Christoph Mäckler sich auf die Neuentdeckung der Qualitäten der historischen Stadt fokussierte. Für Murat Tabanlioglu spielte der Bezug der Stadt zum Wasser eine prägende Rolle. Im Laufe des Abends erfuhren die Gäste viel über die internationalen Erfahrungen und Herangehensweise der geladenen Architekten sowie deren Visionen.

Die nächsten beiden Veranstaltungen finden am 22. Oktober in München und am 08. November in Wien statt.