«Das Label wirkt in jeder Liegenschaftsbewertung wertsteigernd»

Minergie ist seit 1998 der Schweizer Standard für Komfort, Effizienz und Werterhalt. Mehr als eine Million Menschen nutzen Minergie in ihrem Alltag, bereits sind über 46 000 Gebäude zertifiziert. Ein Rückblick auf die Highlights der letzten 20 Jahre.

Minergie sei eine einzigartige Erfolgsgeschichte, würdigte Bundesrat Johann Schneider-Ammann Minergie. So habe Minergie nicht nur eine Vorreiterrolle im Energiebereich inne, sondern sei auch ein bedeutender Treiber für die Entwicklung neuer Technologien. Minergie sei bestes Beispiel für unternehmerische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit – dabei ohne starre Vorgaben, aber mit definierten Zielwerten. Dies als liberales und zukunftsweisendes Label, welches eine innovative Schweiz mit cleveren Lösungen verbinde. Mit dieser Bautätigkeit beschäftige Minergie rund 55 000 Personen, was einem Drittel der Beschäftigten im Umweltsektor entspricht. Der Verein Minergie wurde 1998 gegründet. An der Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit hat sich Minergie als wichtiger Faktor für die nachhaltige Energiezukunft der Schweiz etabliert. Über eine Million Menschen benutzen Minergie in ihrem Alltag. So konnten in den letzten 20 Jahren über 50 Mrd. kWh Energie und 10 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden. Das realisierte Bauvolumen liegt bei über CHF 150 Mrd. Die Wertschöpfung fand weitgehend in der Schweiz statt.

Auf die Bedeutung der Minergie-Bewegung für die Schweiz weist der dieses Jahr abgetretene Präsident Heinz Tännler hin. So machte er deutlich, dass das Minergie-Label nicht einzig auf individueller, sondern auch auf kollektiver Basis zu einer Stabilisierung der Immobilienpreise beiträgt: «Das Label wirkt in jeder Liegenschaftsbewertung wertsteigernd». Das sei richtig, denn diese Investitionen erlaubten es, Energiekosten zu reduzieren, was über die Rendite eine höhere Bewertung rechtfertige. «Eindeutig ist, dass Minergie hilft, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren», er. Minergie trage damit dazu bei, dass nicht nur weniger Energie verbraucht, sondern auch weniger fossile Energie importiert werden müsse. «Es braucht uns alle, damit wir die Energiewende schaffen. Jeder Einzelne zählt. Ich bin vom Minergie-Label überzeugt, weil es ein freiwilliges Label ist, das einen echten Mehrwert bringt und darum so erfolgreich ist», ist das Credo von Marc Mächler, Präsident von Minergie, «der Vorteil von Minergie ist, dass damit nicht nur das Gebäude energieeffizienter wird, sondern eben auch der Wohnkomfort gesteigert und der Wert des Gebäudes erhalten bleibt.»

Anfänglich war der Widerstand gegen Minergie gross. Mit dem Ja der Schweizer Stimmberechtigten zur Energiestrategie hat gemäss Andreas Meyer Primavesi, Geschäftsleiter Minergie, die Arbeit erst angefangen. Er betont den Willen und die Kraft des Vereins Minergie, in diesem hoch interessanten Umfeld auch zukünftig einen zentralen Beitrag zu leisten.

Auf dem Foto sieht man Andreas Meyer Primavesi, Geschäftsführer Minergie, Bundesrat Johann Schneider-Ammann und Heinz Tännler, der bis Mitte dieses Jahres Minergie-Präsident gewesen ist.