SBV: «Gewerkschaften, finden wir die Lösung im Dialog!»

Der Schweizerische Baumeisterverband SBV hat den Gewerkschaften heute eine Einladung gemacht. In ihr steht:

  • Helft uns mit einem flexiblen und wettbewerbsfähigen LMV Arbeitsplätze im Inland retten.
  • Helft im Stiftungsrat FAR die Frührente Bau nachhaltig und echt sanieren.

Der SBV führt aus, was er damit meint: «Attraktive Arbeitsplätze im Inland anbieten. Das sollte das Ziel der Sozialpartner sein. Wir Baumeister bieten Hand dafür. Ein wichtiger Teil hierzu sind faire, aber flexiblere Arbeitszeiten. Mit einem modernen Jahresarbeitszeitmodell sollen die Mitarbeitenden auf dem Bau zu fairen Bedingungen dann arbeiten können, wenn die Arbeit anfällt und Jahreszeit und Witterung dies zulassen. Solche Flexibilität ist gleichermassen im Interesse der Unternehmen und der Arbeitnehmenden.

Anstatt Hand zu bieten für Lösungen, die auch in Zukunft eine wettbewerbsfähige Bauwirtschaft ermöglichen, stecken die Gewerkschaften ihre ganze Energie derzeit in die Vorbereitung eines nationalen Bau-Protesttags. Dieser soll morgen Samstag, 23. Juni 2018 in Zürich stattfinden.

Die Gewerkschaften machen Stimmung. Um ihre Leute auf die Strasse zu bringen, brauchen sie den Konflikt. Seit einem halben Jahr blockieren die Gewerkschaften deshalb sämtliche Lösungen für eine echte Sanierung der Frührente im zuständigen Stiftungsrat FAR. Die Frührente Bau ist ein Thema, mit dem sich bei der gewerkschaftlichen Basis polemisieren lässt. Diese Strategie der Problembewirtschaftung statt der Lösungssuche, schadet am Schluss jedoch einzig den Bauleuten. Wir Baumeister bekennen uns zum flexiblen Altersrücktritt FAR und wollen das System sanieren.

Demonstrationen der Gewerkschaften, die den Betrieb auf Baustellen nicht stören, nehmen wir gelassen hin. Doch Lösungen finden wir nicht auf der Strasse, sondern im Dialog. Wir hoffen, dass nach dem 23. Juni auch die Gewerkschaften wieder konstruktiv mitarbeiten, damit unsere Baustellen attraktive Arbeitsplätze für sichere Jobs in der Schweiz bleiben.»