Marti-Erlebnistag erleben mit vielen Attraktionen und Eindrücken

Lernende und Mitarbeitende der Marti AG liessen Menschen mit Handicap einen unvergesslichen Tag erleben.

«Sagenhaft, beeindruckend und einfach überwältigend…. So verschieden wie die Bausteine, so verschieden und vielseitig ist Euer Angebot beim Erleben der Bauwelt und der kulinarischen Verwöhnung! Auch herzergreifend wie die jungen Leute Ihrer Firma mit Menschen mit Beeinträchtigung umgehen – Hut ab!», schrieb das Behinderten-Wohnheim «Höfli» nach dem Anlass. Wenn man solche Worte liest oder hört, ahnt man, dass es sich dabei um den Marti-Erlebnistag handelt. Der Event, der alle Jahre wieder stattfindet und von den Lernenden und Mitarbeitenden der Firma Marti AG durchgeführt wird. Und jedes Jahr ist es wieder ein Fest, eine Freude und eine Bestätigung, dass das Marti-Team es richtig macht und den vielen Teilnehmern einen unvergesslichen Tag ermöglicht.

Die Teilnehmer sind Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung. Da die Marti AG Bauunternehmung, eine solide und gesunde Firma ist, hat sie im Jahre 2006 beschlossen, anstelle von Weihnachtsgeschenken ihren Mitmenschen mit Beeinträchtigung eine besondere Freude zu bereiten.

Am Mittwoch, 13. Juni 2018, war es wieder soweit. Mit Cars, Kleinbussen und dem Zug kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer angereist. Freudig strahlend und voller Erwartung standen die Teilnehmer als erstes in der Schlange um den Erlebnistag-Badge, T-Shirt und Cap in Empfang zu nehmen. Viele tragen die Badges der vorherigen Jahre um den Hals und präsentieren diese stolz wie Trophäen, nur um zu verdeutlichen: ich komme jedes Jahr – ich bin immer dabei! Und auch dieses Jahr wurde die 400er-Marke gesprengt, die über 300 beeinträchtigen Menschen wurden von 100 Betreuern begleitet.

Nach dem Empfang werden im grossen Zelt des Amphitheaters in Hüntwangen die Plätze reserviert um gleich danach ganz nach dem individuellen Wunsch jedes Einzelnen der grossen Vorfreude entgegen zu stürmen. Sei dies beim Pizzabäcker oder der Popkorn-Maschine, die am nächsten stehen oder draussen in der Bauwelt, wo sie an verschiedenen Posten, ihre Geschicklichkeit, bei beispielsweise Bagger fahren, mauern oder mit der Kompressor-Maschine, beweisen können. Die Posten werden durch die Lernenden der Marti AG betreut. Alles junge Menschen, die mit grosser Hingabe und Einfühlungsvermögen mit den beeinträchtigen Menschen umzugehen verstehen. Für jeden besuchten Posten gilt es Punkte zu sammeln, diese werden dann bei der Verabschiedung notiert und zuletzt addiert. Die Summe wird jeweils grosszügig aufgerundet und der Stiftung  «Denk an mich» als Spende überwiesen.

Nebst der Bauwelt, Quad-Parcour und Ausflüge mit Ross und Wagen wird auch jedes Jahr ein anderes Thema aufgegriffen – dieses Jahr war der Ansturm auf die «Polizei» herzerwärmend. Kein Wunder, wenn es nebst dem Polizei-Motorrad, dem Polizeiauto auch noch den Polizei-Wasserwerfer hautnah zu entdecken gibt. Und auf Wunsch gibt es auch gleich ein ausgedrucktes Foto vor Ort dazu. Und zur Krönung dieses perfekten Tages kam auch noch der Polizei-Helikopter angeflogen und landete gekonnt vor den vielen begeisterten Zuschauern. Mit all diesen Erlebnissen und Eindrücken wurden die über 400 Gäste von der Marti-Truppe und ihren vielen Helfern wieder verabschiedet. Von vielen mit dem Hinweis – ich komme nächstes Jahr wieder!
Mägie Eisenegger