BIM-Pilotprojekt auf der Zielgeraden

Am Freitag, 14. September 2018, findet die feierliche Übergabe des Neubaus des Spitals Limmattals an den Spitalverband Limmattal statt. Einen Tag später kann sich die Bevölkerung einen Eindruck vom neuen Spital machen. Nach sechs Wochen Umzug ist am 22. Oktober alles betriebsbereit. Auf dem bestehenden Areal entsteht für  270 Millionen Franken ein von Grund auf neues komplettes Akutspital mit 200 Betten. Gebaut wurde es als BIM-Pilotprojekt.

Um auch in Zukunft die medizinischen und pflegerischen Leistungen in hoher Qualität sicherzustellen, drängte sich nach fast 50 Betriebsjahren ein Neubau des Spitals Limmattals auf. Am Freitag, 14. September 2018, übergibt Losinger Marazzi den Schlüssel an den Spitalverband Limmattal. Am Samstag, 15. September, findet das Einweihungsfest für die Bevölkerung statt. Ab dem 22. Oktober öffnet das moderne Akutspital mit funktionellen Lösungen, guten Raumzuordnungen und kurzen Verbindungs­wegen.

Der Neubau hat ein Volumen von 205 000 Kubikmeter und eine Geschossfläche von 48 500 Quadratmetern. Das Spital bietet Platz für rund 11 000 stationäre und 70 000 ambulante Patienten pro Jahr. Unter den 2000 Räumen finden sich acht Operationssäle sowie acht Intensivpflege-, neun Überwachungs- und zwölf Tagesklinikplätze. Das Spital Limmattal finanziert sowohl den Neubau als auch den Betrieb und die laufenden Investitionen aus eigener Kraft. Das in den 70er-Jahren erstellte Spitalgebäude wird bis ins zweite Untergeschoss rückgebaut.

Drei starke Partner für zeitgerechte Fertigstellung
Die Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen des Bauherrn LimmiViva und dem Totalunter­nehmer Losinger Marazzi begann schon vor der Grundsteinlegung. 2012 erhielt das Projekt von Losinger Marazzi den Zuschlag. Vor rund viereinhalb Jahren begann die Optimierungsphase. Ein dritter Partner, die Firma Vamed, zeichnet seit November 2016 verantwortlich für die Beschaffung der medizintechnischen Anlagen, die Informations- und Kommunikationstechnologie, den Migrationsteil (Zügeln des vorhandenen Materials) sowie für die Ausstattung. Der weltweit führende Gesamtanbieter übernimmt zudem die Koordination dieser verschiedenen Bereiche.

Alle Partner verfolgen dasselbe Ziel: «Wir bieten ein funktionales Spital in hoher Qualität in einem strikt vorgegebenen Kosten- und Terminrahmen. Beim Planen, Bauen und Einrichten stellen wir das Wohl der künftigen Patientinnen und Patienten sowie das optimale Arbeitsumfeld unserer Mitarbeitenden in den Mittelpunkt», sagt Caroline Feldmann, Bauherrenvertretung und Koordination Projektmanagement des Neubaus.

BIM d’Or für LimmiViva
Der Neubau des Spitals Limmattal ist ein Pilotprojekt für das Building Information Modeling (BIM). Dieses erhielt Ende 2015 in Paris den «BIM d’Or», den Preis in der Kategorie «International» für die beste Verwendung der Gebäudedatenmodellierung BIM und des digitalen Modells. Die Auszeichnung wird von den französischen Branchenmagazinen «Le Moniteur» und «Cahier techniques du bâtiment» vergeben. Die Jury haben beim Projekt «LimmiViva» besonders die «zentral zugänglichen Daten» sowie ein «kontinuierlicher Informationsfluss zwischen allen Projektplanern» überzeugt. Das Spital Limmattal stellt eines der ersten grossen Bauvorhaben in der Schweiz dar, das vollständig mit der BIM-Techno­logie realisiert wird.

Auf dem Foto sieht man im Hintergrund das alte Spital Limmattal, das abgerissen wird, und im Vordergrund den Neubau.