«Wirtschaftsmotor darf nicht ins Stocken geraten»

2017 war für die Urner Baumeister ein Jahr mit verschiedenen Herausforderungen, war an der Generalversammlung des Baumeisterverbandes Uri zu vernehmen.

Die Zentralschweizer Baumeisterverbände blicken generell auf ein gutes Jahr 2017 mit einem moderaten Wachstum zurück. Die Umsätze im Bauhauptgewerbe stiegen gesamtschweizerisch um 4 Prozent an. Im Kanton Uri sieht das Bild etwas anders aus. Odilo Gamma, Präsident des Baumeisterverbandes Uri (BVU), stellte eine eher rückläufige Bautätigkeit fest, wie er an der Generalversammlung im Hotel Eden in Sisikon erklärte. Der Wohnungsbau habe den Zenit überschritten und lebe fast nur noch von den rekordtiefen Zinsen. Und im Tiefbau seien die Grossprojekte am Auslaufen. Die Zukunft sieht Gamma aber nicht allzu düster, stehen doch einige bedeutende Projekte vor der Auslösung.

Nachwuchswerbung als Dauerthema

Mit 511 Beschäftigten ist das Bauhauptgewerbe einer der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren im Kanton Uri. «Dieser Wirtschaftsmotor darf auf keinen Fall ins Stocken geraten», erklärte Odilo Gamma vor den rund 40 Anwesenden. Zu den grössten Herausforderungen der Baubranche gehört weiterhin der Nachwuchs. Die Zahl der neu eintretenden Lernenden ging im letzten Sommer zentralschweizweit um 8 Prozent (Kanton Uri: -15 Prozent) zurück und viele Unternehmen bekunden Mühe, ihre Lehrstellen mit geeigneten Jugendlichen zu besetzen. Deshalb rief Gamma die Mitglieder auf, bei ihren Bemühungen noch aktiver und innovativer zu werden. Dies nicht zuletzt auch im Interesse der ganzen Branche. In diesem Zusammenhang verwies er auf die Zentralschweizer Bildungsmesse Zebi vom 8. bis 11. November in Luzern und den Urner Berufsinformationstag vom Mittwoch, 10. Oktober, bei denen die Mitarbeit der Mitglieder sehr willkommen sei.

Aktuelle und künftige Projekte

Der Verband darf sich über den Neueintritt von folgenden zwei Mitgliedern freuen: Baumann Epp Bau AG, Zweigniederlassung Wassen; Mapei Suisse SA, Sorens. Das Grusswort des Schweizerischen Baumeisterverbandes überbrachte Bernhard Salzmann, Leiter Politik und Kommunikation. Auf grosses Interesse stiessen die Ausführungen von Uris Kantonsingenieur Stefan Flury, der den Stand der Dinge bei aktuellen Projekte aufzeigte, zum Beispiel bei der Neuen Axenstrasse. Die grössten Projekte für 2019 sind zweifellos der Kantonsbahnhof in Altdorf sowie die West-Ost-Verbindung, die die Siedlungsgebiete von Altdorf und Schattdorf entlasten soll.

Daniel Schwab