Baukonjunktur bleibt stabil

Die Baukonjunktur konsolidiert sich im ersten Quartal 2018. Die Auftragseingänge sowie die Arbeitsvorräte per Ende März liegen etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Abgesehen von einer kurzen, aber heftigen Kältephase schränkte die Witterung im 1. Quartal 2018 die Bautätigkeit nur wenig ein. Die Umsätze im Schweizer Bauhauptgewerbe konnten gegenüber dem Vorjahresquartal um 5.1 Prozent gesteigert werden. Dies geht aus der neusten Quartalsstatistik des Schweizerischen Baumeisterverbands (SBV) hervor.

Nach dem guten Baujahr 2017 deutet im aktuellen Jahr vieles auf eine Konsolidierung auf hohem Niveau hin. Im ersten Quartal spielen Witterungs- uns Saisoneffekte immer eine grosse Rolle. Abgesehen von einer heftigen, aber eher kurzen Kältephase Ende Februar und Anfang März hat der Winter die Bautätigkeit nicht übermässig eingeschränkt. Die Umsätze im ersten Quartal konnten auch deshalb um 5.1 Prozent auf knapp 4.2 Milliarden Franken gesteigert werden.

Weitere Konsolidierung zu erwarten

Die Auftragseingänge sowie die Arbeitsvorräte per Ende März liegen etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Dies gilt auch für die Bauvorhaben, also die erwarteten Umsätze für das laufende, zweite Quartal. Der Umsatzanstieg im ersten Quartal dürfte aufgrund dieser Werte vorübergehender Natur sein. Insgesamt geht der SBV davon aus, dass das Bauvolumen im laufenden Jahr konstant bis leicht rückläufig sein wird.

Gewisse Risiken im Wohnungsmarkt

Seit einigen Jahren werden mehr neue Wohnungen gebaut als nachgefragt, die Leerstände steigen. Beim gegenwärtigen Bevölkerungswachstum – deutlich tiefer als noch vor ein paar Jahren – gibt es schlicht eine zu geringe Nachfrage für die teilweise über 50‘000 Wohneinheiten, welche in den letzten Jahren jährlich neu erstellt worden sind. Es ist mit einer Korrektur bei der Wohnbautätigkeit zu rechnen – je länger diese auf sich warten lässt, desto deutlicher dürfte sie ausfallen. Kurzfristig stützen die tiefen Renditen auf den Finanzmärkten aber den Mietwohnungsbau – für Investoren sind Immobilien immer noch eine attraktive Alternative zu Anleihen oder Aktien.

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