Baumeister Schwyz: Bauvolumen erfreulich hoch

Die Schwyzer Baumeister können mit dem abgelaufenen Jahr zufrieden sein. Die hohen Arbeitsvorräte lassen zudem auf ein gutes 2018 schliessen.

Die Zentralschweizer Baumeisterverbände blicken generell auf ein gutes Jahr 2017 mit einem moderaten Wachstum zurück. Die Umsätze im Bauhauptgewerbe stiegen gesamtschweizerisch um 4 Prozent an. Auch der Kanton Schwyz kann sich über ein hohes Bauvolumen freuen, wie Pietro Minelli, Präsident des Baumeisterverbandes Schwyz (BVS), an der Generalversammlung im Restaurant Hirschen in Steinerberg erklärte. Der Arbeitsvorrat lag Ende 2017 um 5 Prozent höher als noch im Vorjahr. Für das Jahr 2018 rechnet Minelli nicht mit einem substanziellen Rückgang des Bauvolumens. Er geht von einer stabilen Entwicklung der Baubranche aus, wobei auch der Margendruck unverändert hoch bleiben dürfte.

Nachwuchswerbung als Dauerthema

Mit rund 1900 Beschäftigten ist das Bauhauptgewerbe einer der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren im Kanton Schwyz. «Dieser Wirtschaftsmotor darf auf keinen Fall ins Stocken geraten», erklärte Pietro Minelli vor den rund 50 Anwesenden. Zu den grössten Herausforderungen der Baubranche gehört weiterhin der Nachwuchs. Erst recht, weil die Beiträge an die Nachwuchsförderung massiv gekürzt werden. Nachdem die Zahl der neu eintretenden Lernenden im letzten Sommer zentralschweizweit um 11 Prozent (Kanton Schwyz: -5 Prozent) zurückging und viele Unternehmen Mühe bekunden, ihre Lehrstellen mit geeigneten Jugendlichen zu besetzen, rief Minelli die Mitglieder auf, bei ihren Bemühungen noch aktiver und innovativer zu werden. Dies nicht zuletzt auch im Interesse der ganzen Branche. «Lehrstellen, die wir heute nicht besetzen können, bedeuten Arbeitskräfte, die uns im Markt irgendwann fehlen», machte der Präsident deutlich.

Kanton will mehr investieren

Der Verband darf sich über den Neueintritt von folgenden drei Mitgliedern freuen: Schelbert AG, Brunnen; Büwe Tiefbau AG, Schwyz; Mapei Suisse SA, Sorens. Zum Schluss sprach Marc Aurel Hunziker, Vizedirektor des Schweizerischen Baumeisterverbandes, über die künftigen Herausforderungen in der Berufsbildung. Auf grosses Interesse stiess wie gewohnt die Grussbotschaft aus der Kantonsregierung. Baudirektor Othmar Reichmuth wies darauf hin, dass zurzeit diverse grössere Projekte blockiert sind, wobei die Einsprachen nicht selten auf rein privaten Interessen beruhen. Dennoch würden jedes Jahr – so auch 2018 – rund 50 bis 60 Projekte bewilligt. Auf offene Ohren stiess Reichmuth zudem mit seiner Ankündigung, dass der Kanton das jährliche Investitionsvolumen auf 80 Millionen Franken erhöhen wird. Bisher war dieses auf 60 Millionen begrenzt.

Daniel Schwab