Aargauer Baumeister: Aufbruch

Am Donnerstag, 5. April 2018, fand die 101. GV des Baumeisterverbandes Aargau in der Trafohalle Baden statt. 250 Personen, darunter Mitglieder, sowie Gäste aus Wirtschaft und Politik, nahmen daran teil. Positiv: Die Zahl der Lernenden konnte gesteigert werden, zudem stieg auch das Aargauer Bauvolumen.

Im ersten Teil der GV, unter der Leitung von Martin Kummer, erledigte der Verband die formellen Geschäfte. Die Versammlung genehmigte unter anderem den Jahresbericht 2017. Dabei blickte Felix Strasser, Vize-Präsident, auf das unvergessliche Jubiläumsjahr 2017 zurück.

Unter dem Traktandum «Modernisierung Baumeisterhaus» zeigte der Vize-Präsident eindrückliche Impressionen der Bauphase sowie der Büroräume nach dem Umbau. Die Arbeitsplätze sowie die übrige Infrastruktur wurden modern, hell und grosszügig gestaltet. Die anwesenden Mitglieder genehmigten die Schlussrechnung und entlasteten den Vorstand.

Pascal Johner, Geschäftsführer, präsentierte die Jahresrechnung 2017, die positiv abschloss und von der Versammlung einstimmig genehmigt wurde. Ebenfalls gutgeheissen wurde das Budget 2018, wobei die Mitgliederbeiträge unverändert bleiben.

Neues Vorstandsmitglied

Der Vorstand wählte an seiner Januarsitzung Timo Gisi, Karl Gisi AG, Dottikon, als neues Vorstandsmitglied. Er löst Peter Meyer ab, der nach zwanzig Jahren aus dem Vorstand per Ende 2017 zurückgetreten ist. Er wurde von der Versammlung zum Ehrenmitglied ernannt.

Grösseres Bauvolumen

Martin Kummer, Präsident Baumeisterverband Aargau, stellte in seiner Präsidialadresse erfreut fest, dass das Bauvolumen im Kanton Aargau auch im vergangenen Jahr gesteigert werden konnte. Es betrug stolze 4,7 Milliarden Franken. Eindrücklich dabei ist, dass dies einem Fünftel des Bauvolumens der gesamten Schweiz entspricht. Der Präsident wies aber darauf hin, dass im Wohnungsbau ein raues Klima herrscht. Dafür verantwortlich sind sinkende Mieten, steigende Leerstandsquoten sowie die Abnahme der Baubewilligungen. Dies verbunden mit der Ungewissheit bei den Zinsen. Gemäss Martin Kummer sieht die Situation im Bereich Tief- und Strassenbau im Kanton besser aus. Endlich können seit Langem geplante Projekte umgesetzt werden.

Mehr Lernende

Der Verband hat auch im letzten Jahr viel Geld in die Förderung des Images der Bauberufe investiert, um jungen Leuten eine Lehre auf dem Bau schmackhaft zu ma-chen. Die Bemühungen scheinen sich nun auszuzahlen: Beim Maurerberuf konnten 7,6 Prozent und bei den Strassenbauern 20 Prozent mehr abgeschlossene Lehrverhältnisse verzeichnet werden.

Nebst dem politischen Engagement zählt die Werbung für zukünftige Berufsleute zu den Aufgaben des Verbands. Ergänzt werden diese Arbeiten zum Beispiel durch den Dialog mit den Sozialpartnern bezüglich Gesamtarbeitsvertrag. Bei Bedarf werden die Mitglieder bei der Lösung von organisatorischen Fragen unterstützt. Die zwischenmenschlichen Beziehungen werden bei interessanten Veranstaltungen gepflegt und gefördert.

Neue Freimitglieder

Der Baumeister Verband Aargau ernannte als Dank für ihre langjährige Treue zum Verband folgende Mitglieder zu Freimitgliedern: Ruedi Keller und Alfons Frei, beide aus dem Kreis Ost.

Erfolgreiche Weiterbildung

Die höhere Fachprüfung zum diplomierten Baumeister bestanden im letzten Jahr folgende drei Fachkräfte: Fabian Sacher, Obrist Bauunternehmung AG, Wallbach; David Schmid, Treier AG, Schinznach-Dorf; Gregor Vogt, Implenia Schweiz AG, Aarau.

Den Abschluss des zweiten Teils der GV machten Grussbotschaften von Regula Dell’Anno-Doppler, Vizeammann Stadt Baden, Stephan Attiger, Regierungsrat, Vorsteher Departement Bau, Verkehr und Umwelt, sowie Benedikt Koch, Direktor Schweizerischer Baumeisterverband. Unter dem Titel «Firmenauftritt – Chance und Herausforderung in einer zunehmend digitalen Welt» zeigte Robert Furger, Gründer «KLARA now AG», mögliche Chancen und Herausforderungen auf. Das Fazit lautete: Der Wandel beeinflusst auch die Arbeit der Bauunternehmen.