Bauer-Tochter tut es schon wieder

Sandiges Füllmaterial und alluviale Ablagerungen: Die Bodenverhältnisse beim Lakhta Tower in St. Petersburg sind alles andere als ideal. Ein Fall für die russische Tochter der Bauer Spezialtiefbau GmbH.

Sankt Petersburg, die wohl glanzvollste Metropole an der Ostsee, bewegt sich im Spannungsfeld zwischen einer grossen Vergangenheit und den Ansprüchen an eine moderne Weltstadt. Auch städtebaulich sucht die nördlichste Millionenmetropole der Welt heute nach neuen Identitäten. So entsteht derzeit am Stadtrand ein Bau der Superlative: Bald schon wird direkt am Meer der Lakhta Tower – das künftig höchste Gebäude Europas – fertiggestellt. Er soll neben Büros unter anderem auch Geschäfte, Cafés sowie Restaurants, ein Theater und sogar ein Museum beherbergen. Die Gründung für das Gebäude führte die : OOO Bauer Technologie aus, ein Tochterunternehmen der Bauer Spezialtiefbau GmbH.

Deren Know-how war nun wieder gefragt, denn neben dem Hochhaus sollen weitere Gebäude das Lakhta Center vervollständigen. Im letzten Mai erhielt OOO Bauer Technologie mit den Pfahlbohrarbeiten und der Erstellung der Baugrube für einen zusätzlichen Bürokomplex den Zuschlag für ein Projekt, das die Ausführungsplanung und Herstellung von 1449 Pfählen, von 870 Metern Schlitzwand sowie weitere Nebenleistungen umfasste. Bei den Bodenverhältnissen handelt es sich zunächst um sandiges Füllmaterial, gefolgt von alluvialen Ablagerungen. Darunter befindet sich eine sehr weiche Schluff-/Tonschicht, in der immer wieder sehr grosse Granitfindlinge mit Durchmessern von bis zu 2 Metern anzutreffen sind. Es folgt eine Schicht aus extrem hartem Tongestein, die bis in eine Tiefe von über 100  Metern reicht. Im Einsatz waren sechs Bauer-Drehbohrgeräte der Grössenklassen BG 28 bis BG 40 sowie zwei hydraulische Greifereinheiten an Seilbaggern. Die Arbeiten wurden kürzlich abgeschlossen.