Deutschland: Grosse Baufirmen profitieren, kleine darben

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie hat mitgeteilt, dass das Bauhauptgewerbe im Oktober 2017 gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 7 Prozent verzeichnen konnte. Allerdings hätten,  schreibt der Verband, hauptsächlich Betriebe mit 20 und mehr Betrieben von der guten Wirtschaftslage profitiert.

Das deutsche Bauhauptgewerbe hat ein gutes letztes Jahr hinter sich. Allerdings wird der konjunkturelle Aufschwung hauptsächlich vom Neubau getragen, wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie schreibt. Das bringt es mit sich, dass davon hauptsächlich grössere Unternehmen profitieren können, denn nur sie können diese Aufträge stemmen. Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten verzeichneten denn im letzten Oktober einen Umsatzzuwachs von 7,2 Prozent. Im gesamten Zeitraum von Januar bis Oktober liegen die Umsätze mittlerweile um nominal 9,1 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahresniveau. Betriebe mit bis zu 19 Mitarbeitenden seien hauptsächlich beim Bauen im Bestand tätig, heisst es in einer Mitteilung. Als weiteren Grund, dass die Kleinbetriebe mit 1 bis 19 Beschäftigten ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr nicht im gleichen Masse erhöhen konnten wie grössere Unternehmen, führt der Hauptverband aber auch personelle Kapazitätsengpässe an. Im Gegensatz zu grösseren Betrieben hätten kleinere nur bedingt die Möglichkeit, bei Auftragsspitzen auf ausländische Nachunternehmen zurückgreifen zu können.